Gebt jugendlichen Babysittern eine Chance

Nach anfänglicher Skepsis sind wir nun froh, dass wir ab und zu auf die Unterstützung einer jungen Babysitterin zählen können. Unseren Kindern gefallen diese Stunden, es ist nochmals was ganz anderes, als wenn die Grosseltern, die Gotte oder der Götti die Kids hüten.

Meine Frau hat als Teenagerin ihr Sackgeld mit Babysitten aufgebessert und das wollten wir auch jemandem ermöglichen. Aber der Gedanke, unsere Kinder in die Obhut einer 13-Jährigen zu geben, schreckte uns trotz der Erfahrung meiner Frau ein wenig ab. Was da alles passieren kann?

Auf der Suche nach einer Betreuungsperson war es uns wichtig, dass diese einen entsprechenden Kurs (z. B. Schweizerisches Rotes Kreuz SRK) absolviert hat. Da die Tochter einer Bekannten diesen soeben besucht hatte, ersparten wir uns den Weg über die in vielen Gemeinden vorhandene Babysittervermittlung. Zuerst begannen wir mit einem gemeinsamen Kennenlernen-Nachmittag. Babysitterin Sara und unsere Kinder fühlten sich nach einer Aufwärmphase sehr wohl. Wir planten bald darauf einen Abend, an dem wir Eltern auswärts zu einem frühen Nachtessen gingen. Auch dies verlief einwandfrei und wir bauten Saras Einsätze Schritt für Schritt aus.

Unsere Kinder sehen in Sara eine ältere Freundin und geniessen es, dass sie sich vollumfänglich Zeit für sie nimmt. Sie merken jedoch auch, dass Sara noch sehr unerfahren ist und versuchen einiges bei ihr aus: Nach einem Abend war Sara sehr verunsichert, da unsere zwei vorgaben, sie kriegten neu nach dem Znacht noch ein Dessert und dürften vor dem Zubettgehen auf dem iPad spielen. Sara kam an ihre Grenzen, wir konnten sie aber beruhigen. Mit einem gemeinsamen Nachmittag konnten wir ihr Selbstvertrauen wieder stärken. 

Bei vierjährigen und sechsjährigen Kindern bleiben ruhige Stunden, v.a. als Paar, rar und man muss diese Stunden bewusst «buchen». Einmal im Monat sollte dies für uns drin liegen. Abgerechnet wird übrigens nach dem SRK-Tarif.

Das Babysitten hat unserer Familie bisher sehr viel gebracht und wir können es jeder Familie weiterempfehlen. Es entlastet auch Grosseltern, Gotte/Götti etc. Unsere zwei freuen sich jedenfalls schon wieder auf Sara! Sara ebenso!

Andreas, Hello Family Blogger

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