Chaos im Kinderzimmer

Kinder haben in der Regel einen etwas weniger ausgeprägten Ordnungssinn als wir Erwachsenen. Ein vergessenes Apfelbütschgi im miefenden Turnbeutel, der noch feuchte, zusammengerollte Badeanzug im Schrank oder lieblos hinter die Tür geworfene Kleidung. Es. Stört. Sie. Einfach. Nicht.

So sieht das Chaos im Kinderzimmer bei Hello Family Bloggerin Nadja aus.

Uns aber schon. Doch wenn wir auf Krawall gebürstet in die Schlacht ziehen, stossen wir auf wenig Kooperationswillen. Und ein solcher wäre wiederum wünschenswert.

Also. Wie gehen wir vor?

In einem ersten Schritt sollte man sich selbst über die eigene Schmerzgrenze bewusst werden. Wieviel ertrage ich? Wo sind meine Grenzen? Anschliessend werden in aller Ruhe die Regeln aufgestellt. Verhandeln ist völlig ok. Vielleicht gibt es einen fixen Aufräumtag oder eine fixe Aufräumstunde. Heute das Pult und nächste Woche der Schrank.  

Grundsätzlich gilt: Wer früh beginnt, hat später weniger Probleme. Diese Tipps ebnen den Weg in ein ordentliches Miteinander:

  1. Von Anfang an gemeinsam mit dem Kind das Aufräumen üben und nicht überfordern. Eins nach dem andern. Erst die Bücher, dann die Autos usw. Das Kind immer mithelfen lassen, Musik kann dabei unterstützen. 
  2. Diverse Themen-Kisten bereitstellen. Eine für die Puppen, eine für die Dinosaurier und eine für die Bauklötze.
  3. «Spielzeug, das gerade ausgespielt hat, gleich wegräumen, bevor man zum nächsten greift». Diese Aufforderung fruchtet zwar lange nicht, aber dennoch nicht aufgeben und immer wieder, ganz entspannt, drauf hinweisen. 
  4. Jeden Abend vor dem Schlafen wird das Nötigste weggeräumt. Aufgebaute Spielwelten und angefangene Bastelarbeiten sollen aber bleiben dürfen. Wenn man sich nachts gefahrlos durch das Zimmer bewegen kann, ist das schon mal viel wert. 
  5. Das Kind loben, wenn es schön aufgeräumt hat. Möglichst konkret wie «Super wie du alle Barbies wieder in die Box gelegt hast». 
  6. Ist das Chaos doch einmal sehr gross, das Kind beim Aufräumen unterstützen. Gemeinsam ist es weniger frustrierend. Für beide. 
  7. Immer wieder mal mit dem Kind gemeinsam ausmisten. Und Entledigtes allenfalls zusammen am Flohmarkt verkaufen. Das kann sogar Spass machen.

Nadja, Hello Family Bloggerin

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