5 Dinge, die ich in der Schwangerschaft anders gemacht hätte

Retrospektiv denke ich oft, dass ich die Mutterschaft etwas naiv angegangen bin. Ich machte mir wenig Gedanken zur Geburt und Erziehung. Zum Glück. Die vielen Theorien hätten mich nämlich in den Wahnsinn getrieben. Trotzdem gibt es Dinge, die ich in der Schwangerschaft lieber anders gemacht hätte.

Bloggerin Deborah über Lehren aus ihrer Schwangerschaft
  1. Schwangerschafts-Yoga erschien mir wahnsinnig unsexy. Zusammen mit anderen walförmigen Mamas «Oooooommmm» singen? Was soll mir das bringen? Im Nachhinein denke ich, dass ich wahrscheinlich ziemlich stark davon profitiert hätte. Zum einen um diverse Entspannungstechniken zu lernen, zum anderen um andere zukünftige Mamas kennenzulernen. Es wäre schön gewesen, mir schon damals ein Mama-Netzwerk aufzubauen. 
  2. Umstandskleidung erschien mir als Geldverschwendung. Weshalb 100 Franken für ein Kleid ausgeben, das ich im Nachhinein nie mehr tragen würde? Ich hatte das Glück, während der Hälfte der Schwangerschaft noch in meine normale Kleidung zu passen. Danach wurden meine Outfits immer eingeschränkter: am Schluss hatte ich noch zwei Kleider, drei T-Shirts und ein Paar Shorts, die mir passten. Wirklich attraktiv fühlte ich mich nicht mehr. Ich würde definitiv etwas mehr Geld in hübsche Schwangerschaftskleidung investieren. 
  3. Ich litt unter starker Schwangerschaftsübelkeit. Und zwar nicht nur am Morgen und nicht nur in den ersten zwölf Wochen. Nein: den ganzen Tag und die ganze Nacht, bis zum Tag der Geburt. Medikamente dagegen wollte ich trotzdem nicht nehmen, lieber k… ich mir die Seele aus dem Leib. Heute würde ich nicht mehr so leiden und von meiner Ärztin Medikamente verlangen. 
  4. «Wow, dein Bauch ist ja schon riesig!» «Bist du dir sicher, dass es keine Zwillinge werden?» «Was, du bist erst im siebten Monat?» Solche Sprüche musste ich mir im letzten Schwangerschaftstrimester täglich anhören. Verunsichert lächelte ich nur und sagte: «Ja, mein Bauch ist wirklich riesig.» Heute würde ich mich trauen, die Aussagen zu kontern. Die meisten nämlich, die solche Sprüche reissen, haben keine Ahnung, wie gross so ein Babybauch wirklich werden kann. 
  5. Auf den Geburtsvorbereitungskurs würde ich persönlich verzichten. Er hat uns leider nicht sehr viel gebracht. Ausser, dass wir während einem der heissesten Sommer aller Zeiten in einem stickigen Raum vor uns hin schwitzten. Viel eher würde ich einen Babypflege-Kurs besuchen, indem man lernt, ein Neugeborenes richtig zu halten, zu wickeln und zu baden. Das hätte mir das Selbstvertrauen gegeben, das ich gebraucht hätte. Aber das muss natürlich jedes Paar für sich selbst entscheiden.

Deborah, Hello Family Bloggerin

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