Geschenke in Massen statt in Massen

Wenn ab Mitte Oktober die ersten Spielwarenprospekte ins Haus flattern und die ersten Weinachtsdekorationen in den Läden hängen, fangen die Kinderaugen an zu funkeln.

Dies war bei unseren Kindern auch dieses Jahr nicht anders. Sie haben die ersten Wünsche ans Christkind ausgesprochen, und wir Eltern machen uns Gedanken, wie wir mit der Fülle von Weihnachtsgeschenken umgehen wollen.

Wir stellten uns die Fragen: Was brauchen die Kinder wirklich, und wie viele Geschenke sollen es sein? Am einfachsten wäre es gewesen, wir hätten unseren Kindern erzählt, dass es das Christkind nicht gibt. Und wir könnten Immaterielles wie beispielsweise Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten schenken, anstatt die Kinderzimmer mit noch mehr Spielzeug zu füllen. Da wir ihnen die schöne Vorstellung vom Christkind aber nicht nehmen wollten, überlegten wir uns daher verschiedene Möglichkeiten, wie die Geschenkeflut in diesem Jahr im Rahmen gehalten werden kann.

So haben wir uns den Stress erspart:

Im Vorfeld anderen Kindern Freude schenken

Um Platz im Kinderzimmer zu schaffen, haben unsere Kinder je drei Gegenstände aus ihren Zimmern ausgewählt (je ein Spielzeug, Kinderbuch und Plüschtier), das wir anschliessend in Weihnachtspapier gepackt haben. Diese Geschenke waren für Kinder bestimmt, die nicht so viel haben. So lernen die Kinder auch gleich, dass Gutes tun gut tut.

Ein grösseres und vier kleinere Geschenke

Wir haben zusammen mit unseren Kindern eine A3-Wunschliste gebastelt. Die Liste war in fünf unterschiedlich grosse Kästchen unterteilt: Ein grosses Kästchen für einen grossen Wunsch (emotional, nicht unbedingt materiell), ein kleineres Kästchen für einen nicht ganz so grossen Wunsch. Bald wurde klar, dass alle Wünsche in ein grosses Kästchen wanderten. Nach einigen Diskussionen konnten wir auch noch die kleineren Kästchen füllen. Die fertige Wunschliste legten die Kinder zum Abholen fürs Christkind ins Milchkästli. Es wurden selbstverständlich mehr als fünf Wünsche auf das Blatt gezeichnet und geklebt. Das war auch nicht weiter schlimm, wir erzählten den Kindern, dass das Christkind eine Auswahl vornimmt. Die Geschenke haben wir anschliessend auf Grosseltern, Gotte/Götti sowie weitere Verwandte anteilsmässig verteilt. Wenn sowieso alles das Christkind bringt, spielt es keine Rolle, wer sich woran beteiligt hat. 

Die «richtige» Anzahl Weihnachtsgeschenke gibt es nicht, da hat jede Familie ihre eigenen Vorstellungen. Aber gemeinsam über die Weihnachtsgeschenke zu sprechen, die wirklich Freude machen, könnte bei uns eine neue Vor-Adventstradition werden. 

Ob das Christkind richtig entschieden hat und auch wir mit unserer Vorgehensweise gut fahren, sehen wir an Weihnachten ... Wir sind gespannt. In diesem Sinne eine schöne Adventszeit und frohe Weihnachten.

Andreas, Hello Family Blogger 

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