Von eins auf zwei: Wie sich das Leben mit zwei Kindern verändert

Das zweite Kind hat das Leben von Hello Family Bloggerin Isabelle total verändert. Keine Zeit mehr für sich und das Gefühl, nicht beiden Kindern gerecht werden zu können einerseits, pures Glück andererseits. Was überwiegt?

Die ersten paar Wochen mit zwei Minis waren für mich ein Kinderspiel. Nach einer Geburt ohne Komplikationen und einem ziemlich entspannten Wochenbett genoss ich die unbeschwerte Zeit mit meinen zwei kleinen Mädchen.

Der Spruch «Zwei sind wie drei» hatte für mich während dieser Zeit keine Gültigkeit. Wie fast alle Babys schlief auch unser kleines Bündel noch relativ viel, und die Grosse wurde immer selbstständiger. «So ein easy peasy Mami-Leben!», dachte ich. Doch auch bei uns kam sie: Die Herausforderung, den Alltag mit zwei Kindern zu bewältigen.

Denn nach ein paar Monaten schlief das Baby schon nicht mehr so viel. Es entdeckte nach und nach seine Umgebung, wurde immer munterer und forderte meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Zum gleichen Zeitpunkt empfand unsere Grosse den Mittagsschlaf – und damit meine kleine, wohlverdiente Auszeit – als überflüssig. Zeit für mich blieb von heute auf morgen auf der Strecke.

Während ich vor der Geburt meiner zweiten Tochter gänzlich auf mein erstes Kind eingehen konnte, habe ich heute oftmals das Gefühl, nicht beiden Kindern gerecht werden zu können. Wickle oder füttere ich das Baby, will die Erstgeborene just zu dem Zeitpunkt ein Buch anschauen. Konnte ich mit der grossen Tochter während ihrer Babyzeit morgens stundenlang im Bett kuscheln, sitzt die kleine Tochter morgens bereits fixfertig angezogen im Kinderwagen, während ich die Grosse in die Spielgruppe bringe.

Oh und apropos anziehen: Das dauert mit zwei Kindern mindestens doppelt so lange. Manchmal – vor allem im Winter – brauche ich gut und gerne bis zu einer Stunde, um die zwei und mich ausgehfertig zu machen. Das Wort «Effizienz» bekam ja schon mit einem Kind eine ganz andere Bedeutung. Heute, mit zwei Kindern, ist es definitiv inexistent. Die unabwendbare Konsequenz: Man wirft ein paar gute Vorsätze über Bord. Die Tochter möchte auf Biegen und Brechen den roten Tüllrock mit dem rosafarbenen Oberteil und den gelben Strumpfhosen kombinieren? Egal. Hauptsache, wir schaffen es in die Spielgruppe, bevor sie wieder zu Ende ist.

Heute kann ich also bestätigen: Eins ist wie keins. Und ich frage mich manchmal, was ich eigentlich damals mit nur einem Kind so gemacht habe. Das muss ja total easy gewesen sein. Dennoch: Zwei Kinder zu haben, ist einfach das Grösste. Wenn ich die beiden beobachte, wie sie zusammen spielen, wie sie aufeinander eingehen oder wie die Grosse die Kleine lauthals zum Lachen bringt, dann weiss ich, dass unsere Familie komplett ist. Und dass ich genau für solche wunderbaren Momente lebe.

Isabelle, Hello Family Bloggerin

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