Kurse zur Geburtsvorbereitung

Trotz noch so guter Vorbereitung werden sich Schmerzen bei der Geburt nicht vermeiden lassen. Aber wenn Sie während der Schwangerschaft eine gute Geburtsvorbereitung hatten, wenn Sie gelernt haben, mit den Schmerzen umzugehen und ihnen etwas entgegenzusetzen, kann Ihr Baby leichter zur Welt kommen.

Ein Kurs in Geburtsvorbereitung hilft werdenden Müttern, sich optimal auf die Entbindung einzustellen.

Die meisten Geburtsvorbereitungskurse beginnen zwischen der 25. und 30. Woche, also dann, wenn schon ein bisschen Bauch zu sehen ist. Melden Sie sich aber schon früher an, damit Sie wirklich «Ihren» Kurs bekommen. Fast immer umfasst ein Kurs sieben bis zehn Doppelstunden.

Aus folgenden Hauptbereichen bestehen heute die Kurse zur Geburtsvorbereitung: Entspannung und Körperarbeit, richtige Atmung, Geburtsablauf, Gespräch und Information.

Zuerst einmal ist das Angebot verwirrend. Neben den ganz normalen Kursen in Geburtsspitälern und bei den Hebammen gibt es Vorbereitung mit Yoga und Aquagymnastik, Haptonomie und Bauchtanz, Zilgrei und Shiatsu. Testen Sie früh genug, ob Sie sich jetzt auf etwas Neues einlassen mögen.

Es gibt offene und geschlossene Kurse zur Geburtsvorbereitung.

Offen heisst, dass die Teilnehmer während des Kurses wechseln können, und auch die Kursleitung ist nicht immer die gleiche. Sie können also unverbindlich einfach kommen und auch noch kurz vor dem Geburtstermin teilnehmen. In einer Gruppe von immer gleichen Teilnehmerinnen ist die Atmosphäre intimer. Persönliche Gespräche und Kontakte sind eher möglich, weil Sie sich dann eher trauen, Ängste und persönliche Probleme anzusprechen. Daraus ergeben sich oft Freundschaften.

Auch Schwangere, die als Risikoschwangere eingestuft worden sind, können an bestimmten Kursen teilnehmen und davon profitieren. Wenn Sie viel liegen müssen, gibt es auch geeignete Kurse für zuhause. Für die Frauen, die fast keine Zeit haben, gibt es Block- oder Wochenend-Intensivkurse.

Wenn Sie das zweite Baby erwarten,

sollten Sie sich trotzdem die Zeit für einen Kurs nehmen. Man vergisst die Atemtechnik erstaunlich schnell. Ohne fachkundige Anweisung ist es schwer, sie sich wieder anzueignen. Ausserdem verändert sich in der Geburtsvorbereitung ständig etwas. Neue Methoden kommen dazu, die es auszuprobieren lohnt. Vielleicht haben Sie ja auch Lust, diesmal einen Kurs mit einem ganz anderen Schwerpunkt zu wählen. Ihre Erfahrung hilft Ihnen dabei, genau das aus dem Kurs zu holen, was im Gebärsaal wirklich hilft. Ruhige, ganz auf sich und das Baby im Bauch konzentrierte Stunden sind kostbar, wenn Sie schon ein kleines Kind haben. Vielleicht müssen Sie mit grossem Aufwand eine Kinderbetreuung suchen. Aber auch dem zweiten Baby steht es zu, dass Sie sich ihm intensiv zuwenden.

Einen Überblick über das Angebot an Ihrem Ort bekommen Sie von Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin, von freiberuflichen Hebammen oder über Freunde, die bereits Kinder haben. Für einen von einer Hebamme durchgeführten Kurs bezahlen die Krankenkassen in der Regel CHF 100.– dazu.


swissmom und Hello Family

Der Hello Family Familienratgeber wurde in Zusammenarbeit mit swissmom erstellt – dem Informationsportal rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt & Baby.

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