Wenn enge Freunde oder Verwandte Eltern werden, dann ist es nicht so kompliziert mit dem Babygeschenk. Man kennt den Geschmack der Eltern hoffentlich schon sehr gut und findet schnell ein Geschenk zur Geburt. Doch was ist, wenn es bei der Arbeit im Team Nachwuchs gibt? Ganz so einfach ist das nicht immer.
Die Kolleg:innen bekommen ein Baby: was schenkt man?
Wenn ein Arbeitskollege oder eine Arbeitskollegin ein Kind bekommt, möchte man natürlich auch als Team etwas schenken. Doch wie persönlich und individuell darf das Geschenk sein? Hello Family Blogger Jérôme plädiert für Pragmatismus.
Warum man KEINE Windeltorte schenken sollte
Bei uns im Büro kommt reflexartig immer wieder die Windeltorte als Idee. Ganz ehrlich, ich finde die schrecklich – nicht nur was die Ästhetik angeht. Ja, man braucht Windeln. Aber passt die Grösse dann auch wirklich? Reagiert das Baby ganz sicher nicht allergisch auf diese konkrete Marke? Und was, wenn sie eigentlich mit Stoffwindeln wickeln wollten? Oder gleich windelfrei?
Babykleider? Kann man machen, doch meist bekommen werdende Eltern schon ganz viele Kleider für das Baby – vor allem wenn es das erste Kind ist. Und auch hier ist es nicht einfach die korrekte Grösse und den Geschmack der Eltern zu treffen.
Falls man den Namen des Babys kennt, ist ein personalisiertes Geschenk allenfalls eine Möglichkeit. Hier bieten sich Nuggiketten, Lätzchen oder Bademäntelchen an. Wenn man einen guten Draht zu den Eltern habt und weiss, was sie mögen, sind personalisierte Geschenke grossartig, ich würde aber keine Experimente wagen.
Vergesst die Eltern bitte nicht
Denn eigentlich schenkt man besser den Eltern etwas. Diese gehen im ganzen Trubel leider oft etwas vergessen. Also ein Gutschein für ein romantisches Nachtessen oder ein Wellnesshotel? Bloss nicht. Dafür werden sie in den ersten Monaten ganz sicher keine Zeit haben. Und ob es das Restaurant dann in zwei Jahren noch gibt, wenn sie wieder mehr Zeit haben?
In den ersten Monaten ist gerade Zeit ein Luxus, den man kaum hat. Setzt also hier an, und überlegt, was euch Zeit verschafft, wo man euch entlasten könnte. Seid ruhig pragmatisch und schenkt einen Gutschein für das Babygeschäft des Vertrauens. So können die Eltern selbst aussuchen, was für sie im Moment am relevantesten ist.
Schenkt einen Gutschein für Online-Einkäufe über coop.ch oder für ein Restaurant, dass einen Lieferservice hat. Dazu sollte man aber den Geschmack der Eltern in etwa kennen. Oder wie wäre es mit einem Butler-Service der Wäsche zusammenlegt, aufräumt und wieder etwas Ordnung in den hektischen Baby-Trubel bringt?
Ich habe von meinen Büro Kolleg:innen übrigens ein tolles Nachtlicht geschenkt bekommen. Das ist auch nach bald vier Jahren noch im Einsatz.