Wunder der Natur: zweieiige und eineiige Zwillinge

Bei einer Zwillingsschwangerschaft gibt es zwei mögliche Fälle: Die Babys entwickeln sich aus einer Eizelle (monozygote Zwillinge) oder aus zwei Eizellen (dizygote Zwillinge). Drillinge oder noch höhere Mehrlinge können aus einem, zwei oder drei Eiezellen entstanden sein

Eineiige Zwillinge

Ein Wunder der Natur: Zwillinge

Eineiige Zwillinge stammen immer aus einer einzigen Eizelle. Sie wird bei einer herkömmlichen Einzelschwangerschaft durch ein einzelnes Spermium befruchtet, teilt sich aber später in zwei Embryonalanlagen. Daher sind die Erbanlagen eineiiger Zwillinge wie Geschlecht, Haar- und Augenfarbe identisch. 

Doch bei einer Schwangerschaft mit eineiigen Zwillingen gibt es einige Unterschiede, die vom Zeitpunkt der Trennung der Eizelle anhängen:

  • Vollzieht sich die Trennung der Eizelle sehr früh, werden Fruchtblase und Plazenta zweifach angelegt. Das nennt sich dichorisch-diamniotisch, wie es auch bei zweieiigen Zwillingen der Fall ist.
  • Teilt sich die Eizelle nach dem dritten Tag nach der Befruchtung, wird nur eine Plazenta ausgebildet, die beide Embryonen versorgt. Sie liegen dabei in einer gemeinsamen äusseren Eihaut (Chorion), in der sich wiederum zwei getrennte Fruchthöhlen (Amnion) befinden: monochorisch-diamniotisch. Diese Konstellation ist die häufigste bei eineiigen Zwillingen. Sie birgt allerdings auch ein erhöhtes Risiko: Wenn sich beide Zwillinge einen gemeinsamen Blutkreislauf teilen, kann es zu einem Ungleichgewicht kommen, bei dem einer der beiden unterversorgt bleibt (Fetofetales Transfusionssyndrom).
  • Eine unvollständige Teilung nach dem achten Tag nach der Befruchtung kann dazu führen, dass sich die eineiigen Zwillinge die Plazenta und die gesamte Fruchtblase mit Chorion und Amnion teilen (monochorisch-monoamniotisch). Komplikationen wie angeborene Fehlbildungen und Nabelschnurverschlingungen sind in dieser Konstellation recht häufig. 
  • Äusserst selten findet eine unvollständige Teilung nach dem 13. Tag nach der Befruchtung statt. Dann kommt es zu einer Doppelfehlbildung, bei der die Feten miteinander verbunden bleiben – sogenannte «siamesische Zwillinge» entstehen.

Zweieiige Zwillinge

Wesentlich häufiger als eineiige Zwillinge sind aber Zwillinge, die aus zwei einzeln befruchteten Eizellen entstehen. Das geschieht, wenn die Frau in einem Zyklus mehr als eine Eizelle ausbildet. Es können Stunden und sogar Tage zwischen den einzelnen Befruchtungen liegen. Zweieiige Zwillinge sind genetisch voneinander so verschieden wie normale Geschwister. Sie verfügen jeweils über eine eigene Fruchthöhle und Plazenta. Im Verlauf der Schwangerschaft können die Plazenten allerdings zusammenwachsen, was sie wie eine erscheinen lässt. Dennoch versorgt jede nur ihr jeweiliges Zwillingskind.

Sehr selten gibt es auch folgenden Fall: Die Zwillinge sind zwar zweieiig, stammen aber von einem einzelnen Ei ab. Das kann dann geschehen, wenn das Ei über zwei Zellkerne verfügt, die von zwei Spermien befruchtet werden. Die Erbanlagen der Mutter sind dann bei beiden Zwillingen dieselben, die des Vaters unterscheiden sich dagegen. 

Der Nachweis, ob es sich bei einer Zwillingsschwangerschaft um ein- oder zweieiige Zwillinge handelt, erfolgt am besten im ersten Trimenon per Ultraschall. Liegt nur ein einzelnes Chorion vor, handelt es sich sicher um eineiige Zwillinge. Nach dem ersten Trimenon wird es immer schwieriger, diesen Nachweis zu erbringen, da Chorion und Amnion ab etwa der 16. Schwangerschaftswoche zu eng zusammenliegen, um sie im Ultraschall sichtbar machen zu können.


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