Die sechste Woche

Ihr Baby ist dankbar für jede Minute, die Sie mit ihm verbringen. Schmusen, Kitzeln, Streicheln – all das wird ihm ein goldiges Lachen entlocken.

Gemeinsames Schmusen und Spielen erfreut Mutter und Kind.

Das Baby kann schon länger Ihr Gesicht fixieren und freut sich an freundlichen Grimassen. Aber auch Spielzeug wird immer wichtiger. Das können einfache Haushaltsgegenstände sein, Sie können aber auch einen sogenannten Activity-Center kaufen, der Ihr Baby mit verschiedenen Formen Farben und Tönen zu Bewegungen Anreiz gibt. Achten Sie darauf, dass es auch über dem Bettchen immer etwas zu schauen hat, zum Beispiel. ein schönes buntes Mobile.

Neben Füttern, intensivem Streicheln und Schaukeln gilt als beste Möglichkeit zur Beruhigung eines schreienden Babys der Nuggi oder der Daumen, denn Saugen beruhigt Ihr Baby ebenfalls. Ganz junge Säuglinge können ihre Daumen noch nicht richtig bewegen, da ist der Nuggi angebrachter. Entscheiden Sie sich für den Schnuller, achten Sie darauf, dass der Kunststoffhalter, an dem der Sauger befestigt ist, gross genug ist. So kann Ihr Baby sich nicht daran verschlucken. Viele Eltern sind genervt, dass der Nuggi so oft zu Boden fällt und binden ihn an einer Schnur fest, die dann um den Hals des Babys hängt! Das ist gefährlich, weil sich das Kind darin verwickeln kann. Der Nuggi sollte auch niemals in eine Zuckerflüssigkeit oder Honig getaucht werden. Dies verdirbt nicht nur die Milch-, sondern auch die kommenden zweiten Zähne.

Die Fingernägel Ihres Babys

dürfen jetzt geschnitten werden. Eine gefürchtete Prozedur – sowohl für die Mutter als auch fürs Baby! Als Mutter haben Sie Angst, dass die Schere abrutschen könnte und Sie Ihr Kind verletzen, weshalb Sie besonders gut zugreifen. Das wiederum gefällt dem Baby gar nicht. Schneiden Sie ganz gerade, damit die Nägel nicht in das Nagelbett einwachsen, und am besten während Ihr Baby schläft oder nach einer Mahlzeit. Lenken Sie es durch Singen oder mit Zählreimen ab. Vielleicht machen Sie die Prozedur anfangs auch zu zweit oder Sie lassen es sich von der Mütterberaterin zeigen. In der Drogerie oder Apotheke gibt es spezielle Baby-Nagelscheren mit abgerundeten Spitzen. Die Fussnägel wachsen sehr langsam und müssen lange nicht geschnitten werden.

Ihr Körper hat im Laufe der Schwangerschaft etliches mitgemacht und wurde von den Hormonen gründlich durcheinander gewirbelt. Die Geburt war sicher auch nicht ein Spaziergang. In den letzten Wochen hat sich Ihr Körper nun beruhigt. Hatten sie eine normale Geburt (kein Kaiserschnitt, keine Komplikationen), dann können Sie nun mit der Wochenbett-Gymnastik beginnen. Das kann man einzeln, aber natürlich auch in Gruppen unter Anleitung einer Hebamme oder Physiotherapeutin tun. Hatten Sie einen Kaiserschnitt, ist es vielleicht besser, wenn Sie noch bis zum 3./4. Monat nach der Entbindung warten.

So lange benötigt Ihr Körper,

um sich von den Strapazen des Eingriffs zu erholen. Bei der Gymnastik kümmert man sich vor allem um die durch die Schwangerschaft stark beanspruchten Bauch-Muskeln, die Brüste und die Damm-Muskeln. Ihre Brüste haben sich im Laufe der Schwangerschaft stark verändert und wurden gross und schwer. Da ist es wichtig, mit dementsprechenden Stütz-BHs der Erschlaffung der Muskulatur vorzubeugen. Spezielle Gymnastikübungen, kaltes Abduschen und besonders reichhaltige Pflege sind jetzt an der Tagesordnung. So verhindern Sie gleichzeitig auch Stillkomplikationen wie wunde Brustwarzen.

Sind Sie schon wieder bereit für Sex?

Theoretisch steht der körperlichen Liebe nichts mehr im Wege, es sei denn Sie fühlen sich noch nicht wieder wohl genug in Ihrem Körper. Sprechen Sie mit Ihrem Partner offen darüber, wenn Sie noch etwas warten wollen. Unterbrochene Nächte und anstrengende Tage sind nicht gerade lustfördernd. Die Partnerschaft darf aber nicht auch noch darunter leiden. Bitten Sie Ihren Partner, Sie etwas zu entlasten. Und wie wäre es, wenn Sie sich einen Babysitter gönnen und für zwei Stunden in Ihr Lieblingsrestaurant verschwinden?


swissmom und Hello Family

Der Hello Family Familienratgeber wurde in Zusammenarbeit mit swissmom erstellt – dem Informationsportal rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt & Baby.

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