Milchzähne und ihre Bedeutung für das bleibende Gebiss

Die Milchzähne sind die ersten Zähne Ihres Babys – schon ab dem 4. Monat können sie durchbrechen. Später wird Ihr Kind die Milchzähne verlieren und sein bleibendes Gebiss bekommen. Bei Hello Family erhalten Sie die wichtigsten Informationen über das Milchgebiss und seine Pflege.

Zahnen: So entwickeln sich die Milchzähne

Da der Kiefer eines Babys noch viel kleiner ist als der eines Erwachsenen, bekommt es zunächst ein kleines Milchgebiss aus 20 Zähnen. Da der Kiefer wächst, stehen die Milchzähne immer weiter auseinander, bis sie schliesslich ausfallen. Dann erst bekommen Kinder nach und nach 28 bleibende Zähne; die vier Weisheitszähne erhalten die meisten Menschen erst im Erwachsenenalter.

Ab dem 6. Lebensmonat Ihres Babys brechen die ersten Milchzähne durch. Vollständig ausgebildet ist das Milchgebiss, wenn Ihr Kind etwa drei Jahre alt ist. Es kann jedoch individuell unterschiedlich sein, wann die Milchzähne in der kompletten Anzahl zu sehen sind. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn Ihr Nachwuchs etwas später oder früher dran ist.

Zahnwechsel: Wenn Kinder Milchzähne verlieren

Viele Kinder sind aufgeregt, wenn sie die ersten Milchzähne verlieren. Anders als das Zahnen tut ein Wackelzahn zwar nicht weh, kann aber manchmal unangenehm sein. Begleiten Sie Ihr Kind also liebevoll durch den Zahnwechsel und ermutigen sie es dazu, an einem lockeren Zahn herumzuspielen – dann fällt er schneller aus. Vielleicht gibt es in ihrer Familie auch den Brauch der Zahnfee. Sie lässt für jeden unter dem Kopfkissen platzierten Milchzahn eine Geldmünze oder ein kleines Geschenk zurück. Sie können die Milchzähne auch aufbewahren und in einer schönen Schachtel sammeln.

Wenn sich die bleibenden Zähne ab dem 6. Lebensjahr Platz verschaffen, lösen sie die Wurzel des darüberliegenden Milchzahns nach und nach auf. Der Zahn fällt aus und der neue bricht durch. Es kommt manchmal vor, dass die neuen Zähne hinter den Milchzähnen wachsen. Meistens fallen die alten Zähne kurze Zeit später aus. Andere Milchzähne wollen ihren Platz gar nicht aufgeben. Dann muss der Zahnarzt prüfen, ob die entsprechenden bleibenden angelegt sind. In seltenen Fällen wird er Milchzähne ziehen. Da sich die Wurzel schon teilweise aufgelöst hat, ist das aber viel weniger schmerzhaft als das Ziehen eines bleibenden Zahns.

Wenn die Milchzähne ausfallen, dann in derselben Reihenfolge, wie sie kamen. Zuvor bricht noch der erste grosse Backenzahn hinter den Milchbackenzähnen durch. Weiter geht es so:

  • 6 bis 8 Jahre: mittlere Schneidezähne
  • 8 bis 9 Jahre: seitliche Schneidezähne
  • 9 bis 10 Jahre: Eckzähne
  • 10 bis 11 Jahre: vordere kleine Backenzähne
  • 11 bis 12 Jahre: hintere kleine Backenzähne

Ab dem 12. Lebensjahr kommen noch die hinteren grossen Backenzähne. Mit etwa 15 Jahren haben Jugendliche ein vollständig ausgebildetes bleibendes Gebiss aus 28 Zähnen. Die Weisheitszähne vervollständigen es im Alter zwischen 18 und 25 Jahren zu 32 Zähnen. Sie können aber auch später oder gar nicht kommen. Auch beim Zahnwechsel gilt: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo.

Für ein gesundes Zweitgebiss: Milchzähne richtig pflegen

Auch die Milchzähne müssen gepflegt werden. Da ihr Zahnschmelz dünner ist als der der bleibenden Zähne, sind sie anfälliger für Karies. Bis zum 6. Lebensjahr sollten Sie die Zähne Ihrer Kinder zwei- bis dreimal täglich mit einer erbsengrossen Menge Kinderzahnpasta (enthält weniger Fluorid) putzen. Danach können sie auf Erwachsenenzahnpasta umsteigen. Putzt sich ihr Nachwuchs schon selbst die Zähne, sollten Sie bis zum 8. Lebensjahr immer noch einmal nachputzen. Gesunde Milchzähne sind wichtig für ein gesundes bleibendes Gebiss.

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