Ihr Baby in der 8. Lebenswoche

Jetzt experimentiert Ihr Baby mit Lauten. Es ist empfehlenswert, nun erste Rituale einzuführen. Die ersten Impfungen können nun ebenfalls vorgenommen werden.

Was Ihr Baby jetzt schon kann

Einschlafrituale geben Babys Sicherheit und Vertrauen für einen guten Schlaf.

Ihr Baby ist jetzt zwei Monate alt – wieder einmal Zeit für eine Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt. Jetzt steht die erste Impfung an: Sie ist eine kombinierte Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphterie, Polio (Kinderlähmung), Pertussis (Keuchhusten) und Haemophilus influenzae Serotyp b (Hirnhautentzündung und Kehlkopfentzündung). Lassen Sie sich hierzu gründlich von Ihrem Kinderarzt aufklären. Eine Auffrischung der Impfung findet zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat statt. Um den ersten Geburtstag herum wird die sogenannte MMR-Impfung (Mumps, Masern, Röteln) empfohlen, sie muss nach etwa einem Monat aufgefrischt werden.

Die motorische Entwicklung

In der 8. Lebenswoche sieht Ihr Baby rosig und kräftig aus, kein Vergleich mehr zu dem zerbrechlichen Neugeborenen der ersten Wochen. Und es wird immer stärker: Mittlerweile kann es seinen Kopf sowie den Brustkorb anheben und für kurze Zeit halten. Einige Babys können sich sogar schon selbst drehen. Das ist ein riesiger Fortschritt, der aber auch grosse Gefahren birgt. Sie dürfen Ihr Baby nun nicht mehr aus den Augen lassen. Nur in einer sicheren Umgebung wie dem Laufstall, seinem Gitterbett oder einer Krabbeldecke auf dem Boden, weit entfernt von gefährlichen Gegenständen und Möbeln, können Sie es für wenige Augenblicke unbeaufsichtigt lassen. Es greift nun gerne nach Gegenständen und hält diese bereits einige Zeit fest. Mit unterschiedlichen Texturen können Sie seine Freude am Fühlen unterstützen. Besonders spannend wird es, wenn sich die taktilen Reize mit Geräuschen kombinieren lassen. Rasseln, Spieluhren oder Quietschtiere sind jetzt grosse Highlights. Schneiden Sie Grimassen und machen dazu lustige Geräusche, wird Ihr Baby das mit einem strahlenden Lächeln belohnen.

Rituale schaffen Sicherheit

Ihr Baby hat sich im 8. Lebensmonat langsam an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt. Um dem Tag weitere Struktur zu verleihen und Gewohnheiten zu etablieren, führen Sie nun erste kleine Rituale ein. Wenn Sie es zum Beispiel immer zum Schlafen in sein Bettchen legen, wird sich die Verbindung von Bett und Schlaf bald festigen, was späteren Einschlafproblemen vorbeugt.

Baden Sie Ihr Baby, lesen Sie ihm abends eine Gute-Nacht-Geschichte vor, auch wenn es sie noch nicht versteht, singen Sie ihm ein Schlaflied vor und geben Sie ihm sein bevorzugtes Kuscheltier mit ins Bettchen. Die immer gleichen Abläufe am Abend signalisieren ihm dann, dass es nun Zeit zum Schlafen ist. Auch wenn Ihr Baby nachts nun vielleicht schon ein paar Stunden am Stück schläft, wird es vermutlich noch mehrmals vor Hunger wach. Geben Sie diese Mahlzeiten in großer Ruhe und machen Sie nur so viel Licht wie nötig. Nachts ist die Zeit zum Schlafen und tagsüber die Zeit zum Spielen. Je strenger Sie diesen Rhythmus beibehalten, desto schneller wird Ihr Baby sich daran gewöhnt haben und desto besser wieder in den Schlaf finden. Vielleicht schläft es ja sogar schon bald durch.


swissmom und Hello Family

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