Neuland fürs Baby: Der Schoppen

Dem Baby einen Schoppen zu geben klingt nicht weiter kompliziert. Dabei gibt es so einige Dinge zu beachten, damit sich der Nachwuchs beim Stillen mit der Flasche wirklich wohlfühlt. Am Ende geht es vor allem darum, dass die Kleinen prächtig gedeihen und sich geborgen fühlen.

Welchen Schoppen fürs Baby wählen?

Das Baby mit Schoppen richtig füttern: So klappt es!

Stillen ist ideal für Ihr Kind. Die WHO empfiehlt sechs Monate ausschliessliches Stillen und wenn möglich bis zum Alter von 2 Jahren weiteres Stillen zusätzlich zu einer ausgewogenen, altersgerechten Beikost. Doch mit welchem Schoppen fängt man an? Glas oder Kunststoff? Diese Frage stellen sich die meisten Eltern, wenn sie vor dem ersten Flaschenkauf für den Nachwuchs stehen. Glasflaschen eignen sich vor allem bei Neugeborenen und Säuglingen, die ihren Schoppen noch nicht selbstständig halten. Die glatte Oberfläche ist leicht zu reinigen und sterilisieren. Im Gegensatz zu Kunststoffflaschen entstehen kaum Risse, in denen sich Keime festsetzen könnten. Dafür besteht Verletzungsgefahr, wenn eine Glasflasche zerbricht. 

Sind die Kinder alt genug, um die Flasche allein zu halten, setzen Eltern am liebsten Flaschen aus leichtem Kunststoff ein. Mütter und Väter müssen auch keine gesundheitlichen Bedenken haben: Der Gesetzgeber schreibt heute vor, dass im Schweizer Handel erhältliche Babyflaschen aus Kunststoff frei von gesundheitsschädlichem BPA (Bisphenol A) sein müssen. 

Ansonsten entscheidet auch das Alter, welcher Schoppen fürs Baby geeignet ist. Danach richtet sich sowohl die Grösse als auch die Form des Trinksaugers. Damit Sie das Richtige wählen, kennzeichnen die Hersteller Ihre Produkte in der Regel mit einer Altersempfehlung.

Gleichzeitig mit der ersten Beikost lernen Kinder, aus einer gehaltenen Tasse zu trinken. Ungefähr mit dem 12. Lebensmonat halten sie eine Schnabeltasse oder einen Kinderbecher mit zwei Henkeln selbst fest. 

Den Schoppen fürs Baby vorbereiten

Nachdem das Fläschchen zubereitet wurde, kann es eigentlich losgehen. Vorher sollte aber unbedingt noch einmal die Milchtemperatur überprüft werden, damit sich der Nachwuchs beim Trinken nicht am Schoppen verbrennt. Idealerweise sollte die Trinktemperatur 37 Grad Celsius betragen. Ob die Milch Trinktemperatur hat, können Sie leicht überprüfen, indem Sie einige Tröpfchen auf die Innenseite des Handgelenks geben. Dort ist die Haut besonders empfindlich. Empfinden Sie die Temperatur als angenehm, ist die Milch für das Kind auch trinkbar.

Anschliessend noch einmal die Lochgrösse des Saugers überprüfen. Ist das Loch zu gross, fliesst die Milch zu leicht aus dem Schoppen und das Baby könnte sich verschlucken. Ein zu kleines Loch dagegen sorgt für Frustration beim Nachwuchs, weil seine Bemühungen zu wenig belohnt werden. Und zum Schluss: Das Nuscheli nicht vergessen. Es fängt auf, was beim Trinken daneben geht, und ist unersetzlich beim anschliessenden Görpsli.

Zeit nehmen beim Fläschchen geben

Dem Baby einen Schoppen zu geben, ist eine gute Möglichkeit, die Bindung zu stärken. Nehmen Sie sich Zeit, und betrachten Sie es nicht nur als Satt-mach-Zeit. Suchen Sie sich einen bequemen Ort, an dem Sie und Ihr Nachwuchs ausreichend Ruhe haben und sich entspannen können.

Während des Fütterns sollte das Fläschchen immer so gehalten werden, dass der komplette Sauger mit Milch gefüllt ist. Sonst schluckt das Baby viel Luft, was zu Bauchweh und Blähungen führen kann. Wenn nach dem Schoppengeben noch Milch übrig ist, wird sie weggekippt. Zu schnell bilden sich Keime und Bakterien in der Milch, die zu Infektionen des Magen-Darm-Trakts führen können.

Baby verweigert Schoppen: Was nun?

Viele Stillkinder verweigern zunächst den Schoppen. Häufig liegt das daran, dass eine andere Saugtechnik beim Fläschchen angewendet werden muss. Zudem vermissen die Kleinen die gewohnte Wärme und Geborgenheit beim Stillen an der Brust. 

Wenn das Baby jetzt den Schoppen nicht nimmt, müssen Sie nicht in Panik verfallen. Manchmal braucht es einfach ein wenig Ausdauer, bis es klappt. Üben Sie einfach weiter und verlieren Sie nicht die Geduld. Liebevolle Worte wirken unterstützend. Probieren Sie es zu verschiedenen Tageszeiten. Manchmal hilft es auch, die Haltung des Babys oder den Sauger zu verändern. Oder lassen Sie andere das Schöppeln übernehmen – beispielsweise den Vater. 

Manchmal überzeugt aber auch nur eins: der Hunger. Wenn es ernst wird und das Fläschchen wieder gereicht wird, geben Kinder meistens nach.

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