Babyschwimmen: Badespass für Eltern und Kind

Ihr Kind ist eine kleine Wasserratte und liebt es, in der Badewanne zu planschen? Dann versuchen Sie es doch einmal mit Babyschwimmen! Bei einem Babyschwimmkurs machen Eltern und Kind gemeinsam kindgerechte Wassergymnastik. Dabei steht das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund.

Neue Bewegungen und Sinneseindrücke

Das Babyschwimmen ist kein Schwimmlernkurs für Säuglinge – richtig schwimmen können sie erst ab einem Alter von etwa vier bis fünf Jahren. Es ist kindgerechte Wassergymnastik, bei der sich die Kleinen mit Unterstützung ihrer Eltern im Wasser bewegen. Dabei geht es nicht darum, wie schnell das Kind Fortschritte macht. Es soll Ihnen und Ihrem Baby Spass machen und die Eltern-Kind-Bindung vertiefen. Es ist darüber hinaus eine gute Gelegenheit, um andere Eltern und deren Nachwuchs kennenzulernen.

Im Wasser bewegt sich Ihr Kind ganz anders als an Land. Zum Krabbeln fehlt ihm vielleicht noch die Kraft, doch im Schwimmbecken kann es seine Arme und Beine mühelos bewegen – natürlich immer von Ihnen gestützt. Das fördert die Motorik und die Koordination, trainiert Muskulatur und Reflexe. Ihr Kleines gewöhnt sich ans Wasser und hat es dadurch später möglicherweise leichter, wenn es Schwimmen lernt. Ausserdem erfährt es viele neue Sinneseindrücke. Der Aufenthalt im Wasser spricht vor allem die Sinneswahrnehmung über die Haut an – etwa durch das Gefühl des Wassers, die Temperatur und den ständigen Hautkontakt zu Mutter oder Vater.

Ab welchem Alter dürfen Babys zum Schwimmkurs?

Ab wann Ihr Baby bereit fürs Babyschwimmen ist, ist je nach Baby verschieden. Meist wird ein Alter zwischen dem 4. bis 6. Lebensmonat empfohlen. Wichtiger als ein bestimmtes Alter ist der Entwicklungsstand Ihres Kindes. Es sollte in der Lage sein, seinen Kopf aus eigener Kraft zu heben und zu halten. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Kinderarzt oder die Hebamme, ob Ihr Kind schon so weit ist.

Das sollten Sie beachten

Wenn Sie mit Ihrem Baby schwimmen gehen möchten, besuchen Sie am besten einen entsprechenden Kurs. Sie finden sicherlich auch in Ihrer Stadt oder in der näheren Umgebung ein passendes Angebot. Im Kurs lernen Sie, wie Sie Ihr Baby im Wasser richtig festhalten und bewegen, damit ihm nichts passiert.

Achten Sie darauf, dass der Kurs von einem erfahrenen und qualifizierten Kursleiter geführt wird. Das Babyschwimmen sollte in Kleingruppen stattfinden, damit der Trainer genug Zeit für jedes Eltern-Kind-Paar hat.

Nicht jedes Schwimmbad ist fürs Babyschwimmen geeignet. Wichtig ist die richtige Wassertemperatur, da Babys es wärmer brauchen als Erwachsene. Die Temperatur sollte etwa zwischen 30 und 34 Grad Celsius betragen. Das Wasser im Becken ist nur so hoch, dass Sie noch gut darin stehen können. Ein erfahrener Kursleiter wird darauf achten, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind.

Fürs Babyschwimmen benötigen Sie Schwimmwindeln. Normale Windeln sind nicht geeignet, weil sie sich mit Wasser vollsaugen. Denken Sie daran, einen Bademantel oder ein Handtuch mit Kapuze mitzunehmen, um Ihr Baby ausserhalb des Wassers warmzuhalten – besonders das Köpfchen sollte geschützt sein. Wenn Sie nicht (mehr) stillen, sollten Sie Trinken und Essen für Ihr Kind in die Schwimmtasche packen, denn Wassergymnastik macht hungrig.

Ihr Baby bestimmt die Schwimmstunde

Im Becken gilt: Sie und Ihr Kind sollen Spass haben. Der Kursleiter wird Ihnen zeigen, wie Sie die Übungen umsetzen, und er hilft Ihnen, wenn Ihr Baby wasserscheu ist. Wie lange Sie im Wasser bleiben, bestimmt Ihr Kind. Wenn es anfängt zu quengeln, weil es vielleicht schlecht geschlafen hat oder hungrig ist, sollten Sie die Schwimmstunde beenden.

Auch wenn ihr Kind zittert oder blaue Lippen bekommt, weil ihm kalt ist, sollten Sie das Wasser verlassen. Gerade sehr junge Kinder haben oft schon nach einer Viertelstunde genug, ältere Babys wollen vielleicht erst nach einer halben Stunde aus dem Wasser. Hüllen Sie Ihr Kind danach sofort in den Bademantel oder das Handtuch, damit es nicht friert.

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