Die Entwicklung des Kindes mit 2 Jahren

Zwei Jahre ist Ihr Kind nun alt und viel hat sich in seiner Entwicklung getan. Immer öfter möchte es jetzt seinen eigenen Kopf durchsetzen. Alles, was Sie von Ihrem Kind verlangen, wird erst einmal verneint.

Mehr Selbstständigkeit

Zweijährige stellen so einiges an.

Jetzt benötigen Eltern viel Geduld mit ihrem Nachwuchs. Wichtig ist nun, Grenzen zu setzen, Regeln einzuführen und Rituale zu pflegen. 

Rennen, Klettern und Entdecken sind für Ihr Kind zurzeit die wichtigsten Dinge. Es nimmt in diesem Alter problemlos Treppen und Hindernisse, öffnet Türen und auch das Aufschrauben von Deckeln fällt ihm nicht mehr schwer. Es zieht sich jetzt schon allein die Schuhe und die Kleidung aus.

Die Hände werden selbst gewaschen und abgetrocknet und auch das Zähneputzen klappt immer besser. Ausserdem hat Ihr Kind jetzt wie seine Eltern das Bedürfnis, auf die Toilette zu gehen. Unterstützen Sie es dabei, aber setzen Sie es nicht unter Druck, damit es trocken werden kann.

Nerven behalten 

Eines brauchen Eltern bei ihrem zweijährigen Kind allemal: Nerven. Es stellt durch seine Flinkheit und seinen starken Willen so einiges an. Ausserdem kennt es den Unterschied zwischen Gut und Böse. Grenzen werden ausgetestet und auch schon mal der Aufstand geprobt. Versuchen Sie, gelassen zu bleiben, aber greifen Sie immer ein, wenn sich Ihr Kind in gefährliche Situationen begibt – und das passiert öfter, als Ihnen lieb ist.

Falls Sie etwas Bestimmtes von Ihrem Nachwuchs möchten, dann formulieren Sie das auch so. Wenn Ihre Anweisung wie eine nette Bitte klingt, wird sie wenig Gehör finden. Ihr Kind hat jetzt schon einen grossen Wortschatz, es redet viel und benutzt dabei gerne Possessivpronomen wie «meins». Für Ihr Kind ist das sehr wichtig, da es gerade sehr stark sein eigenes Ich entwickelt. Es wird nun auch häufiger seinen eigenen Namen oder Abwandlungen davon gebrauchen. 

Streit mit den Geschwistern

Zum Aufstand und der eigenen Persönlichkeitsentwicklung gehört eine gewisse Eifersucht auf die Geschwister oder «Gspändli». Dieser Geschwisterstreit kann auch mal recht heftig sein. Vielen Eltern sind diese «Wutausbrüche» unangenehm. Doch der Eigensinn, der dahintersteckt, ist wichtig, damit Ihr Kind seine eigene Persönlichkeit und selbstständiges Denken entwickeln kann. Die Launen Ihres Kindes sollten Sie akzeptieren, ihm aber auf keinen Fall alles durchgehen lassen. Regeln und Grenzen sind jetzt besonders wichtig.


swissmom und Hello Family

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