24 Monate: Eine intensive Zeit!

Ihr Kind will jetzt den eigenen Kopf durchsetzen und verneint grundsätzlich alles. Habe Sie Geduld, setzen Sie Grenzen und Regeln und führen Sie Rituale ein.

Trotzanfälle sind bei Zweijährigen nicht ungewöhnlich.

Ihr Kind rennt wie der Blitz, erklimmt problemlos Treppen und Hindernisse, öffnet Türen, schraubt die Deckel von Dosen, zieht sich Schuhe und Kleider aus, kann sich selber die Hände waschen und abtrocknen und hantiert schon recht gut mit der Zahnbürste. Das Bedürfnis, so Pipi zu machen, wie Mami oder Papi es tun, ist gross – unterstützen Sie Ihr Kind dabei, ohne das Sauberwerden zu stark zu forcieren.

Was Ihr Kind jetzt alles anstellt, braucht Nerven, zumal Ihr Kind gerade jetzt grundsätzlich alles verneint, was Sie von ihm verlangen. Es kennt den Unterschied zwischen gut und böse und es wird jetzt immer wieder Grenzen suchen und den Aufstand proben. Bleiben Sie gelassen, aber greifen Sie ein, wenn das Kind sich in Situationen begibt, wo es sich selber gefährden kann. Solche Situationen sind in diesem Alter häufig!

Wenn Sie etwas Bestimmtes von Ihrem Kind wollen, formulieren Sie es auch so. Ein eigentlicher Befehl, der tönt wie eine nette Frage, wird garantiert nicht ausgeführt. Da Ihr Kind im Alter von zwei Jahren schon einen grossen Wortschatz hat, redet es sehr viel und benutzt auch schon Possessivpronomen (meins!). Gerade das ist ihm wichtig, denn sein eigenes ICH entwickelt sich jetzt sehr stark. Darum wird es jetzt auch ständig seinen eigenen Namen – oder eine Abwandlung davon – benutzen.

Zum steten Aufstand Ihres Kindes gesellt sich in diesem Alter auch eine gewisse Eifersucht auf seine Geschwister oder «Gspändli». Möglich, dass es zuweilen sogar recht heftig gegen andere Kinder vorgeht. Diese "Wutausbrüche" sind manchmal unangenehm, aber sie gehören in einer gewissen Weise zur Entwicklung. Dieser oft beeindruckende Eigensinn ist Garant für eine perfekte Entwicklung seiner Persönlichkeit und des selbständigen Denkens. Akzeptieren Sie das, aber lassen Sie seine Launen nicht durchgehen, versuchen Sie mit viel Geduld, das Kind trotz allem zu lenken. Es braucht Grenzen und Regeln!


swissmom und Hello Family

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