Regeln für eine gesunde Ernährung

Sie brauchen weder Kalorien- noch Vitamintabellen. Ihr Kind ernährt sich gesund, wenn ein paar einfache Regeln befolgt werden. Regelmässige Mahlzeiten sind dabei ebenso wichtig wie Abwechslung und genügend Flüssigkeit.

So isst Ihr Kind gesund

Regelmässigkeit und Abwechslung sorgen für eine gesunde Kinderernährung.

Kinder brauchen regelmässig Energienachschub. Als ideal gelten fünf Mahlzeiten am Tag: drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. Kinder mögen abwechslungsreiche Znünis oder Zvieris, die auch praktisch für unterwegs sind und die Hauptmahlzeiten ideal ergänzen können.

Fast Food

Hamburger, Pommes Frites, Döner Kebap und Pizza sind bei Kindern sehr beliebt. Sie enthalten aber in der Regel wenig Vitamine und Nahrungsfasern, dafür viele Kalorien, Salz oder Zucker und Fett. Darüber hinaus sind die Portionen meist zu gross, so dass über das Sättigungsgefühl hinaus weiter gegessen wird.

Der häufige Verzehr von Fast Food kann also nicht nur zu Übergewicht führen, sondern der Körper bekommt auch zu wenig wichtige und gesunde Nährstoffe. Trotzdem müssen Sie Ihren Kindern die Gerichte aus dem Schnellimbiss nicht verbieten. Ein bis zweimal pro Woche sind die Snacks durchaus erlaubt, sofern die übrigen Mahlzeiten des Tages ausgewogen sind.  

Fünf Grundsätze

Die Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung hat auf ihrer Ernährungsscheibe die wichtigsten Regeln zusammengestellt:

An Getränken dürfen und sollten sich Kinder den ganzen Tag über frei bedienen können. Ein zehnjähriges Kind braucht mindestens einen Liter am Tag, ein 15-jähriges eineinhalb Liter. Geben Sie Wasser den Vorzug vor Süssgetränken oder künstlich gesüssten Light-Getränken. Zur Abwechslung eignen sich ungesüsster Früchte- oder Kräutertee oder ein verdünnter Fruchtsaft. Milch zählt nicht als Durstlöscher, sondern als Lebensmittel.

Früchte und Gemüse sind reich an gesunden Inhaltsstoffen. Sie werten jede Mahlzeit auf und sind zudem der ideale Snack für zwischendurch. Als Richtwert gelten fünf Portionen am Tag, wobei eine Portion der Menge entspricht, die in eine Hand passt. Besonders wertvoll ist frisches Gemüse und Früchte der aktuellen Jahreszeit. Wenn Sie dabei zwischen roten, gelben und grünen Sorten wechseln, bekommt Ihr Kind genügend Vitamine. Ein Glas 100-prozentiger Fruchtsaft kann als eine Portion gezählt werden.

Ein ausgewogenes Frühstück ist der beste Start in den Tag. Verteilen Sie die weiteren drei bis vier Mahlzeiten über den übrigen Tag. Regelmässige Haupt- und zusätzliche gesunde Zwischenmahlzeiten machen satt und leistungsfähiger, als wenn zwischendurch ständig Süsses und Fettiges gegessen wird.

Viele Esswaren und Getränke wecken durch ihren einfachen, aber verführerischen Geschmack oder durch laute Werbung das Interesse der Kinder. Helfen Sie Ihrem Kind bei der Auswahl, indem Sie den Speiseplan abwechslungsreich gestalten – Abwechslung ist wichtig, damit der Körper mit genügend Nährstoffen versorgt wird.

Vor dem Fernseher merken die meisten Menschen gar nicht, wenn sie satt sind. Als Folge essen sie zu viel. Lassen Sie Ihre Kinder nicht vor dem eingeschalteten Fernseher oder Computer essen. Nehmen Sie sich bei Tisch Zeit für eine gesunde Mahlzeit. Beim Essen spielen auch der Genuss und das Gespräch in der Familie eine wichtige Rolle.


Obst- und Gemüsemuffel überlisten

Lassen Sie Ihre Kinder ungeliebte Gemüsesorten abwählen – nach Möglichkeit aber nicht mehr als drei bis fünf. Weichen Sie auf Sorten aus, die Ihr Kind mag, und variieren Sie die Zubereitungsart.

Gekochtes Gemüse lässt sich gut in der Lieblingsspeise Ihres Kindes «verstecken», zum Beispiel auf der Pizza, in  Teigwarensaucen oder Aufläufen. Verwenden Sie hierzu zunächst milde Gemüsesorten wie Karotten, Brokkoli oder feine Erbsen. Mit der Zeit können Sie mit weiteren Sorten experimentieren.

Früchte schmecken süss und werden daher von den meisten Kindern gern gegessen. Allerdings gibt es auch Jungen und Mädchen, die Früchte ablehnen. Auch hier ist Fantasie gefragt. Wie bei Gemüse werden auch Früchte besser akzeptiert, wenn sie bunt und appetitlich in kleinen Happen oder als Spiess angeboten werden. Eine Obstportion am Tag können Sie als puren oder verdünnten Saft anbieten.