Der 9. Lebensmonat Ihres Babys

Im 9. Lebensmonat wird Ihr Baby immer selbstständiger. Es kann jetzt schon kurz ohne Hilfe sitzen und übt fleissig das Stehen. Auch das Babygebabbel wird ausgefeilter.

Was Ihr Baby jetzt schon kann

Ein neun Monate altes Kind kann problemlos für einige Zeit ohne Hilfe sitzen.

Im 9. Lebensmonat wird Ihr Baby immer aktiver. Es lernt nicht nur das Krabbeln, sondern kann jetzt auch schon sitzen. Wenn Sie ihm ein oder zwei Finger reichen, greift es danach und zieht sich daran empor. Halten Sie es an den Händen fest, während es sich aus eigener Kraft hinsetzt.

Selbstständig hinsetzen

Das Sitzen funktioniert jetzt schon für etwa eine Minute. Der Rücken Ihres Kindes ist zwar noch nicht komplett gerade, aber er hilft dem Kind bereits, im Sitzen die Balance zu halten. Im Sitzen kann sich Ihr Kind problemlos vorbeugen. Manchmal benötigt es allerdings noch die Hände als Stütze. Gerät es aus dem Gleichgewicht, fängt es sich sofort geschickt mit seinen Händen auf, damit es nicht umkippt.

Ihr Baby übt das Stehen

Jetzt dauert es nicht mehr lange bis zu den ersten Schritten: Mit Ihrer Hilfe kann Ihr Kind jetzt bereits für einen Moment gerade stehen. Anders als noch im 6. Monat balanciert es nicht mehr auf den Zehenspitzen, sondern steht auf der gesamten Sohle. Möchte es nicht mehr stehen, beugt Ihr Kind die Knie und setzt sich wieder hin – gar nicht so einfach für so einen kleinen Menschen! 

Im 9. Lebensmonat benötigt Ihr Baby nach Meinung von Experten übrigens noch keine Schuhe. Auch wenn es eifrig das Stehen übt, ist noch kein festes Schuhwerk notwendig. Solange Ihr Kind sich nicht an der frischen Luft bewegt, sondern nur in der Wohnung, reichen Rutschsocken – oder aber Sie lassen Ihr Kind barfuss üben. Dies ist am besten für die Entwicklung des kindlichen Gleichgewichtssinns und eines gesunden Fusses.

Geschickter Fingereinsatz

Ihr Kind wird mit den Händen immer geschickter und lernt jeden Tag etwas dazu. Es greift jetzt nicht mehr nur mit der ganzen Hand nach seinen Spielsachen, sondern auch mit Daumen und Zeigefinger im so genannten Scherengriff. Es versucht, seinen Trinkbecher selbst zu halten und nimmt Gegenstände, die in einer Kiste liegen, selbstständig heraus.

Auch beim Keksessen braucht Ihr Baby Ihre Hilfe nicht mehr. Es greift den Keks und steckt ihn sich von ganz allein in den Mund. Nicht immer klappt das schon sicher. Rutscht Ihrem Kind der begehrte Keks aus der Hand, versucht es, den Keks wieder aufzuklauben. Manchmal ist dafür ganzer Körpereinsatz notwendig. Landet der Keks etwas weiter entfernt, rollt sich Ihr Kind vielleicht sogar auf den Bauch und robbt dem Objekt der Begierde hinterher.

Selbstgespräche und Babbelunterhaltungen

Vor dem 9. Lebensmonat beherrscht Ihr Baby nur eine Tonlage. Einzig die Intensität der Geräusche kann es ändern, zum Beispiel lauter oder leiser schreien. Seine neuen Fähigkeiten nutzt Ihr Kind ausgiebig. Es spricht nicht nur mit Ihnen in verschiedenen Tonhöhen, sondern auch mit sich selbst. Kleine Kinder sitzen oft selig auf ihrer Krabbeldecke und babbeln vor sich hin. Dabei testen sie aus, was ihre Stimme schon alles hergibt.

Auch seinen «Wortschatz» erweitert Ihr Kind in diesem Alter. Im 9. Lebensmonat wird Babys Gebabbel immer facettenreicher. Es setzt mehrere Silben zusammen und führt praktisch eine Unterhaltung mit Ihnen. Es gibt Silben von sich und erwartet Ihre Antwort. Das mag Ihnen unsinnig vorkommen, ist aber für Ihr Kind sehr wichtig. Laut wissenschaftlichen Studien beeinflusst es die Entwicklung von Intelligenz und Sprache stark, wenn Ihr Kind täglich viele Wörter hört. Dies gilt aber nur, wenn Sie Ihr Kind direkt ansprechen.

Dialoge aus dem Fernseher haben keinen Effekt. Sie wissen nicht, was Sie mit Ihrem Kleinen sprechen sollen? Erinnern Sie sich an die Fingerreime, die Sie als Kind gelernt haben? Geben Sie diese einfach an Ihr Kind weiter. Das Babbeln bedeutet im Übrigen, dass Ihr Kind zufrieden ist. Wäre dies nicht der Fall, würde es auch nicht «reden».

Kinder lieben Musik

Egal, ob fetzige Rockmusik, Salsa oder ein klassischer Walzer – fast alle Kinder lieben es, sich zu Musik jeder Art zu bewegen. Bereits vor der Geburt kommen sie mit Rhythmus in Kontakt – nämlich dann, wenn sie im Bauch dem Herzschlag ihrer Mutter lauschen. Unterstützen Sie dies, indem Sie alte Kinderlieder aus Ihrer Kindheit mit Ihrem Baby singen und ihm beibringen, wie man einen Rhythmus mit den Händen klatscht.


swissmom und Hello Family

Der Hello Family Familienratgeber wurde in Zusammenarbeit mit swissmom erstellt – dem Informationsportal rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt & Baby.

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