Ihr Kind: Die Entwicklung nach 3 Jahren

Besonders in den ersten Lebensjahren entwickeln sich Kinder rasant. Sie lernen ganz nebenbei – beim Spielen und durch Beobachtung. Auch zwischen dem 2. und 3. Geburtstag findet ein grosser Entwicklungssprung statt.

Meilensteine im 3. Lebensjahr

Mit drei Jahren empfindet sich das Kind selbst als gross und verhält sich auch entsprechend.

Hinsichtlich seiner motorischen Entwicklung ist einiges passiert im vorangegangenen Jahr: Ihr Kind kann beispielsweise nun hüpfen. Es hält das Gleichgewicht, wenn es auf Zehenspitzen oder auf einem Bein steht. Es versteht, die Pedale seines Dreirads richtig zu benutzen und zielsicher zu lenken. Mit seinen Bauklötzen baut es stattliche Wolkenkratzer und es kann erste Puzzles zusammensetzen. 

Auch künstlerisch tobt sich Ihr Kind jetzt richtig aus: Es unterscheidet sämtliche Farben und beginnt, Kreise zu malen. Nicht mehr lange, und Sie können die ersten menschenähnlichen Figuren auf seinen Kunstwerken bestaunen. Die Entwicklung der Feinmotorik ist weit fortgeschritten und so ist es jetzt in der Lage, Perlen auf eine Schnur zu fädeln. Ihr Kind geniesst jetzt die Gesellschaft anderer Kinder, auch wenn das gemeinsame Spiel tatsächlich noch meist mehr nebeneinander als miteinander stattfindet.

Ciao Trotzphase, hoi Plappermaul!

Im Verlauf des 3. Lebensjahres verabschiedet sich die anstrengende Trotzphase langsam. Das ist allerdings ein längerer Prozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist. Noch immer ist die Wahrnehmung der eigenen Individualität ein zentraler Punkt der kindlichen Entwicklung. Das Kleinkind fühlt sich den Erwachsenen nun näher und empfindet sich selbst ebenfalls als «gross». Auch sprachlich macht Ihr Kind seit seinem 2. Geburtstag grosse Sprünge. Es hat im vergangenen Jahr rasend schnell viele neue Wörter gelernt, die es jetzt anwenden möchte. Wie ein kleiner Wasserfall sprudelt es da aus ihm heraus. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihrem Kind zuzuhören und auf es einzugehen. Auf diese Weise unterstützen Sie es beim Lernen. Auch haben Sie so die Möglichkeit, mit gutem Beispiel voranzugehen und Ihrem Kind einen höflichen Umgangston zu vermitteln. Der gewachsene Wortschatz sorgt auch dafür, dass Ihr Kind nun voller Freude und aus voller Kehle singt.

Wenn die Angst kommt

Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren haben mit vielfältigen Ängsten zu kämpfen. Sie fürchten sich oftmals vor der Dunkelheit, vor fremden Menschen, vor Tieren oder davor, dass sie fallen und sich verletzen könnten. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind ernst nehmen und ihm Sicherheit vermitteln. Seien Sie nicht übervorsichtig, das würde seine Ängste noch schüren. Trauen Sie ihm lieber etwas zu und schaffen Sie so Erfolgserlebnisse.

Fürchtet sich Ihr Kind vor allem nachts, kann ein kleines Schlaflicht helfen. Oder lassen Sie die Tür zu seinem Zimmer einen Spalt weit geöffnet und das Licht im Gang brennen. Kommt Ihr Kind dennoch zu Ihnen ins Bett gekrabbelt, können Sie es behutsam wieder in sein eigenes begleiten und bei ihm bleiben, bis es wieder eingeschlafen ist. Eine Alternative ist es natürlich auch, Ihr Kind mit in Ihrem Bett schlafen zu lassen. Viele Eltern geniessen es sogar, die Nächte eng aneinandergekuschelt im grossen Familienbett zu verbringen.


swissmom und Hello Family

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