Wie viel Zuwendung braucht ein Kind von seinen Eltern?

Um sich geborgen und geliebt zu fühlen, braucht ein Kind die Zuwendung und Nähe seiner Eltern. Denn der Grad an Aufmerksamkeit und Liebe, den ein Kind verspürt, beeinflusst auch stark sein späteres Sozialverhalten. Ein wichtiger Teil dieser Zuwendung ist Zärtlichkeit.

Liebe und Geborgenheit durch körperliche Nähe

Körperliche Nähe signalisiert dem Baby, dass es wahrgenommen wird.

In den ersten Lebensmonaten ist körperliche Nähe sogar die einzige Möglichkeit für die Eltern, ihrem Baby Liebe und Geborgenheit zu geben. Je älter das Kind wird, desto facettenreicher werden schliesslich die Ausdrucksformen der elterlichen Zuneigung. Allerdings ist das Bedürfnis nach körperlicher Nähe bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt – so auch bei Kindern. Die Eltern werden schnell lernen, was ihr Kind an Berührung und Zärtlichkeit mag und was nicht.

Unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe

Ein ruhiges Kind kuschelt vielleicht sehr gerne mit seinen Eltern, während aktive Kinder auf dem Arm oder Schoss mitunter in kürzester Zeit unruhig werden. Eines sollten Eltern auf keinen Fall tun: etwas erzwingen. Auch wenn sie sich die Zärtlichkeit ihres Kindes wünschen, ist es ihre Aufgabe darauf zu achten, was ihr Nachwuchs wirklich möchte und braucht. Nicht nur ein «Schosskind» braucht viel Zuwendung und Nähe. Alle Kinder brauchen sie – einige möchten sie nur auf andere Weise erfahren. Spielen und gemeinsame Unternehmungen sind einfach nur eine andere Art der Aufmerksamkeit, die die Bindung zwischen Kind und Eltern genauso stärkt.

Ein Manko eines stressigen Alltags ist, dass vielen Eltern die Zeit und die Geduld fehlen, um ihrem Kind die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Sie nehmen seinen Wunsch nach Zuwendung zwar wahr, sind aber zu sehr beschäftigt, um sich ihrem Kind zu widmen. Manchmal ist auch schlicht der Moment ungünstig, weshalb das Kind abgewiesen und auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet wird.

Warnsignale erkennen

Zurückweisungen gehören zum Leben dazu. Erlebt ein Kind sie nur hin und wieder, wird es lediglich um eine wichtige Erfahrung reicher sein. Fehlen dem Kind die elterliche Zärtlichkeit und Zuneigung allerdings permanent, ist dies bedenklich. Denn beides brauchen Kinder für eine positive Entwicklung – und zwar bereits ab der 1. Woche.

Eventuell sucht sich das Kind dann die fehlende Zuwendung bei anderen Menschen, wobei die Gefahr besteht, dass es an die falschen gerät: an Personen, die selbst bedürftig sind und es deshalb ausnutzen oder sogar missbrauchen.

Nehmen Sie sich Zeit für Zuwendung

Wer im Alltag zu wenig Zeit findet, um sich ganz und gar seinem Kind zu widmen, sollte sich Räume schaffen, in denen ihm alle Aufmerksamkeit gehört. Eine Stunde am Nachmittag, das abendliche Vorleseritual oder der regelmässige Besuch des Spielplatzes – dies alles können Momente sein, in denen Sie sich voll und ganz den Bedürfnissen Ihres Kindes widmen.

Aber auch Eltern stossen hin und wieder auf Ablehnung. Nicht alle Zuneigungsbekundungen der Eltern werden vom Kind geschätzt. Und das, was es gegenwärtig an Zuwendung und Aufmerksamkeit mag, kann sich im Laufe der Zeit verändern. Was Kleinkinder noch spassig und unterhaltsam finden, kann für Schulkinder schon unangenehm sein. Gerade Zuneigungsbekundungen im Beisein von Dritten mögen viele Kinder überhaupt nicht. Wenn Ihr Kind Berührungen und Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit scheut, dann respektieren Sie seinen Wunsch – auch wenn die Zurückweisung für Eltern häufig schmerzhaft ist. So, wie Sie Ihrem Kind manchmal Grenzen auftun, muss es auch seine zeigen dürfen.

Wie viel Aufmerksamkeit und Nähe ein Kind braucht, lässt sich nicht pauschal beantworten. Doch in der Regel spüren Eltern, was ihr Nachwuchs braucht.


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