Der sechste Monat

Mit knapp einem halben Jahr kann ein Baby seine Hände schon sehr gut gebrauchen. Es kann nach Objekten greifen und zu sich heranziehen – und fallen lassen. Das macht Spass, besonders wenn Sie es dann wieder aufheben.

Ein sechs Monate altes Kind kann schon sehr gut nach Dingen greifen.

Das Baby kann nach Objekten greifen und zu sich heranziehen, aber auch von einer Hand in die andere legen und – natürlich – fallen lassen. Das macht Spass, besonders wenn Sie es dann wieder aufheben. Ob Ihr Baby Rechts- oder Linkshänder ist, lässt sich erst sagen, wenn es zwei bis drei Jahre alt ist. Bis dahin benutzen Kinder beide Hände abwechselnd.

Ihr Baby gewinnt an Beweglichkeit, weil es sich selbst umherrollen kann. Das erweitert seinen Aktionsradius auf der Krabbeldecke, macht es auch zufriedener mit sich selbst, weil es nicht mehr nur auf andere angewiesen ist. Aber lassen Sie ab jetzt Ihr Baby nie mehr unbeobachtet auf einer Fläche liegen, von der es herunterrollen könnte (Bett, Wickelkommode und so weiter).

Sie können mit Ihrem Kind

schon die ersten Bewegungsübungen machen. Sie fördern die Durchblutung, stärken die Muskeln, regen den Stoffwechsel an und verhelfen Ihrem Kind zu einer grösseren Widerstandsfähigkeit. Sie sollten es aber nicht übertreiben. «Trainieren» Sie mit Ihrem Kind nur solange, wie es Spass daran hat. Als Neugeborenes besass Ihr Baby einen Stütz- und Schreitreflex. Es blieb automatisch auf seinen Füsschen stehen, wenn Sie es unter den Achseln abstützten, beziehungsweise startete Schreitbewegungen. Diese Reflexe sind ungefähr seit dem 3. Monat nicht mehr vorhanden. Inzwischen kann sich Ihr Kind jedoch eine volle Sekunde lang aktiv mit den Füssen abstützen, wenn Sie es locker unter den Achseln festhalten. In der Regel steht es wie eine Ballerina auf den Zehen, da es auch die Füsse hoch aufrichtet. Ist ihm dies zu anstrengend, lässt es sich einfach wieder in die Hockstellung fallen.

All diese Entwicklungsschritte

werden in der Regel in einer kinderärztlichen Untersuchung ungefähr mit sechs Monaten zusammen mit dem Gewicht und der Grösse erneut beurteilt. Bei guter Gesundheit wird Ihr Wonneproppen auch weitere Impfungen erhalten, und zwar gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b und Polio.

Bald Halbjährige geniessen nicht nur die Kommunikation mit anderen, sie fordern sie regelrecht heraus. Zwar kommt gelegentlich ein leichtes Fremdeln zutage, aber das ist noch nicht sehr stark. Die meisten Babys lachen jede Person in Ihrer Nähe an – und wer lacht da nicht zurück? Gleichzeitig kann Ihr Baby an Ihrer Reaktion schon erkennen, ob Sie mit seinen Aktionen einverstanden sind oder nicht. Bald wird es nicht nur Gutes anstellen, um eine Reaktion von Ihnen zu provozieren. Während des ersten Lebensjahres entwickelt sich so eine ganz persönliche, unverwechselbare Interaktion zwischen einer Mutter und ihrem Kind.

Das liebste Spiel

ist in der Regel eine Art Unterhaltung, bei der Ihr Baby und Sie selbst abwechselnd unterschiedliche Laute von sich geben. Das können zum Beispiel Tierlaute sein (wau-wau, miau-miau, quak-quak). Sagen Sie dazu «Wie macht der Hund?". So erweitert sich sein Silbenrepertoire, das bei ungefähr Halbjährigen hauptsächlich aus «ba», «ma», «ga» besteht. Wenn Ihr Baby vor sich hin brabbelt, hören Sie ihm aufmerksam zu, tun Sie so als ob Sie alles verstünden und geben Sie ihm Antwort.  


swissmom und Hello Family

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