Die Ernährungspyramide für Kinder

Kinder sollten gesund und ausgewogen essen, damit sie gross und stark werden. Leichter gesagt als getan, denn was bedeutet gesund und ausgewogen? Orientierung bietet die Ernährungspyramide der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE).

Die Ernährungspyramide fürs Kind

Die SGE-Ernährungspyramide gilt auch für Kinder, muss aber etwas angepasst werden. So ändert sich beispielsweise mit zunehmendem Alter die Grösse der Portionen. Die unterste und damit wichtigste Stufe der Ernährungspyramide bilden die Getränke. Geben Sie Ihrem Kind reichlich Wasser oder ungesüssten Tee zu trinken. Hin und wieder darf es auch verdünnter Fruchtsaft sein.

Gleich danach basiert die Pyramide auf Gemüse und Früchten. Die SGE empfiehlt täglich fünf Portionen davon. Drei Portionen sollten auf Gemüse und zwei auf Früchte entfallen. Die nächste Stufe bilden Getreideerzeugnisse, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Setzen Sie bevorzugt auf ballaststoffreiche Vollkornprodukte. Die vierte Stufe bilden Milch und Milchprodukte sowie weitere proteinreiche Lebensmittel. Drei Portionen sollten aus Milchprodukten bestehen, eine weitere Portion aus anderen eiweissreichen Lebensmitteln. Dazu zählen Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Tofu, Quorn und Seitan. Die fünfte Stufe bilden Fette, Öle und Nüsse. Sie sind ebenfalls wichtig für eine ausgewogene Ernährung, sollten aber sehr sparsam eingesetzt werden. Pflanzliche Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren sind zu bevorzugen. Die Spitze der Pyramide bilden Süssspeisen, Zucker und Salziges. Ihr Kind sollte sie nur in sehr kleinen Mengen und bewusst geniessen. Alkohol- und koffeinhaltige Nahrungsmittel gehören nicht in die Ernährungspyramide für Kinder.

Vorbild sein

Eine ausgewogene Ernährung bedeutet, dass alle Nahrungsgruppen im täglichen Speiseplan vertreten sein sollten. Als Eltern bestimmen sie massgeblich das Lebensmittelangebot ihrer Kinder und beeinflussen dadurch auch die Entwicklung von ihren Vorlieben oder ihrem Geschmack. Denn alle Geschmacksvorlieben – ausser für Süsses - werden erlernt und bleiben meist ein Leben lang erhalten. Zeigen sie Ihren Kindern wieviel Freude vielfältiges, frisches und farbenfrohes Essen macht und achten sie auf eine ausgewogene Zusammensetzung des Speiseplans gemäss der SGE Ernährungspyramide.

Die unterste, breiteste Stufe der Ernährungspyramide bilden die Getränke. Geben Sie Ihrem Kind reichlich Wasser oder ungesüssten Tee zu trinken. Hin und wieder darf es auch verdünnter Fruchtsaft sein.

Gleich danach baut die Pyramide auf Früchte und Gemüse, wobei die Aufteilung hier bei 2/5 Früchte und 3/5 Gemüse liegen sollte. Die nächste Stufe bilden Getreideerzeugnisse, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Hier sollten nach Möglichkeit ballaststoffreiche Vollkornprodukte bevorzugt werden. Die dritte Stufe bilden Milch und Milchprodukte sowie Fleisch, Fisch, Eier und Tofu. 3/4 der Tagesration sollten die Milchprodukte ausmachen und eine zusätzliche Portion kann durch proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Tofu, Quorn, Seitan abgedeckt werden. Die vierte Stufe bilden Fette, Öle und Nüsse. Auch sie sind wichtig für eine ausgewogene Ernährung, sollten aber sehr sparsam eingesetzt werden. Dabei sind pflanzliche Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren zu bevorzugen. Die Spitze der Pyramide und damit die am sparsamsten zu verwendende Nahrungsgruppe bilden Süssspeisen, Zucker und Salziges.

5 am Tag – So viel braucht Ihr Kind

Kinder haben gefühlt immer Hunger. Kaum ist das Zmorge verputzt, ruft auch schon das Znüni. Das Mittagessen ist noch nicht ganz verdaut, da darf es schon wieder ein Zvieri sein. Und dann ist es auch nicht mehr lange bis zum Znacht. Das hat seinen Grund: Je kleiner das Kind, umso kleiner auch sein Magen. Dennoch ist der Energiebedarf eines Kleinkindes recht hoch und die Reserven sind schnell aufgebraucht. Bewegt es sich viel oder leistet es komplexe Denkaufgaben, verbrennt es entsprechend schneller und mehr. 5 Mal am Tag sollte Ihr Kind daher essen: 3 Hauptmahlzeiten und 2 Zwischenmahlzeiten fördern die Leistungsfähigkeit und Konzentration und beugen ständiges Naschen vor. Unterstützen sie ihren Nachwuchs durch ein ausgewogenes Frühstück und/oder Znüni bei einem optimalen Start in den Tag. 

Zwingen Sie Ihr Kind nicht dazu, aufzuessen. Wenn ein Kind immer nach Bedarf essen kann, entwickelt es am besten ein gesundes Verhältnis zum Essen. In den Phasen der kindlichen Entwicklung gibt es immer wieder Zeiten, in denen ein Kind weniger Energie braucht, und Zeiten, in denen es viel braucht. Wann das der Fall ist, weiss es selbst am besten.

5 am Tag – so einfach geht’s

Am einfachsten ist es, Früchte und Gemüse bei jeder der 5 Mahlzeit anzubieten und damit gleich die empfohlenen 5 Portionen Früchte und Gemüse am Tag abzudecken. Eine Portion entspricht in etwa der Grösse der kindlichen Hand.

Kinder lieben besonders Gemüse und Früchte in unterschiedlichen Farben. Essen Sie sich mit Ihren Kindern durch den Regenbogen, denn jedes Gemüse und jede Frucht enthält eigene wertvolle Inhaltsstoffe - Der Mix der Nährstoffe macht es aus. denn an einem Tag isst Ihr Kind vielleicht etwas mehr, an einem anderen etwas weniger Früchte, dafür aber mehr Gemüse. Achten Sie auf Abwechslung.

Richtig würzen

Ab etwa einem Jahr kann ein Kleinkind am Familienessen teilnehmen. Voraussetzung ist, dass es die Mahlzeit schon kauen kann
beziehungsweise dass sie kleinkindgerecht aufbereitet wird. Das sollten Sie beim Kochen beachten:

  • Verwenden Sie nur wenig Salz: Würzen Sie Ihre eigene Portion lieber nach.
  • Keine scharfen Gewürze: Die Geschmacksnerven Ihres Kindes sind noch sehr empfindlich.
  • Verwenden Sie stattdessen viele frische Kräuter: Sie sind reich an Vitaminen und Mineralien.

Mehr Infos über 5 am Tag: https://www.5amtag.ch/

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