Hello Family Bloggerin Nadja

Die Kunst der Baby- und Kinderhautpflege

Wie pflegen wir idealerweise die Haut unserer zarten Kinderchen und Babys? Welche Produkte eignen sich und was müssen wir beachten? Sollen wir schon richtig mit einer Skincare-Routine starten oder haben wir da noch etwas Zeit und es braucht gar nicht so viel?

Nun. Ich bin keine Dermatologin. Ich kann nur aus meiner persönlichen Sicht berichten. Als Mutter von zwei mittlerweile recht grossen Kindern denke ich über Hautpflege von Babys, Kleinkindern und Kindern: Weniger ist mehr.

Von Anfang an ist die Haut unserer Babys zart, fragil, schutzbedürftig, aber dann doch auch unfassbar widerstandsfähig. Einerseits möchten wir am liebsten die ganze Welt von ihr fernhalten, anderseits muss die zarte Babyhaut halt trotzdem irgendwie mit der Welt klarkommen. Hierfür gibt es Mittel und Wege, sie zu unterstützen, ohne sie zu überfordern – sowohl die Haut als auch uns Elternteile nicht.

Hier rufe ich mir aber immer wieder in Erinnerung: Zu viel des Guten kann auch wirklich zu viel sein. Zu häufiges Baden. Zu viele duftende, bunte Produkte. Die Haut unserer Babys ist von Natur aus mit einem Schutzfilm versehen, und der sollte möglichst intakt bleiben. Mit zu viel Firlefanz zerstören wir diesen. Ein Bad pro Woche reicht für die Kleinsten oft völlig aus. Und auch dies nur mit lauwarmem Wasser und einer milden, unparfümierten Seife oder einem speziellen Babywaschgel. Auch Kleinkinder muss man nicht täglich unter die Dusche stellen – die Haut kann schnell austrocknen und ihre Schutzbarriere verlieren. Erst so langsam Richtung Teenager kann die Duschroutine (und das Deo) erhöht werden.

Nach dem Baden oder Duschen finde ich eine leichte Pflege sinnvoll. So wie bei uns auch. Babylotionen, die möglichst wenig Zusatzstoffe enthalten, sind perfekt. All die quietschbuntem Glitzer- und fruchtig duftenden Feuchtigkeitscremes (und auch Duschgels) sehen zwar lustig aus, aber gerade diese können die Haut unnötig reizen. Manchmal reicht auch schon ein sanftes Babyöl oder eine fetthaltige Creme.

Nicht so Fan bin ich von Babypuder (auch wenn dieser toll duftet). Meines Erachtens trocknen Puder die Haut eher aus und ich gehe davon aus, dass so ein Puder auch für die Poren suboptimal ist. Aber es gibt gute, zinkhaltige Wundcremen, wenn der Windelbereich mal gereizt ist. Die haben bei unseren Kindern immer sofort gewirkt, ein bis zwei Anwendungen reichten oft aus und alles war wieder gut. Ansonsten setzten wir den Popo immer wieder mal an die frische Luft, so entsteht seltener dieses feuchtwarme Klima, das Reizungen begünstigt. Auch regelmässiges Windelwechseln hilft.

Sprechen wir über die Haut, sprechen wir auch über die Sonne. Einerseits ist die Sonne ja eine wichtige Vitamin-D-Quelle, anderseits ist es dann aber auch schnell mal zu viel mit der Sonne. Babys und Kleinkinder würde ich der Sonne gar nicht gross aussetzen und sie mit Kleidung und Hütchen und viel Schatten schützen. Sind sie mobil, sollte man immer Sonnencreme benutzen. Idealerweise LSF 50 und ohne schädliche Inhaltsstoffe. Es gibt ein paar sehr gute Produkte, die speziell für Kinderhaut sind. Ohne Parabene und ohne Silikone.

Wenn alles gut läuft, gut. Manchmal reagiert die Haut der Kleinen aber auch auf Dinge, die sie noch nicht kennt. Es gibt trockene Stellen, kleine rote Flecken, Bibeli oder auch Milchschorf. Hier hilft sanftes Eincremen mit natürlichen Produkten, die für empfindliche Babyhaut geeignet ist.

Und wenn dann doch mal etwas gspässig aussieht oder juckt oder sich das Kind nicht wohlfühlt und ihr unsicher seid, dann das Kind einpacken und zum Kinderarzt fahren.  

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