Ein Sonntagmorgen Anfang der 1990er Jahre. Ich sitze mit einer Schüssel Cornflakes vor dem Fernseher und schaue die Gummibärenbande. Alles ist gut. Etwa 35 Jahre später sind meine Kinder im gleichen Alter und alle alten Folgen meiner liebsten Kinderserien sind jederzeit zum Streamen verfügbar. Perfekt! Meine Kinder finden das Intro zwar lustig, können dann aber doch nicht allzu viel mit den hüpfenden Bären anfangen und möchten lieber Bluey schauen. Auch die alten Nintendo Spiele finden sie total doof. Dann doch lieber die aktuelle Switch. Und alle Hörspiele jederzeit verfügbar auf der Tigerbox zu haben ist ja auch unendlich viel praktischer als die alten, rauschenden Kasettli vom Papa zu hören.
Diese Erkenntnis kann weh tun am Anfang. Viele Eltern möchten so gerne ein Stück ihrer eigenen Kindheit lebendig halten und ihrem Nachwuchs weitergeben. Doch Zeiten und Trends ändern sich. Was gestern noch futuristisch war, ist heute schon veraltet.