Wie bringe ich meine Kinder dazu, sich selbst zu beschäftigen?

Für Eltern die schönste Zeit oder aber die anstrengendste Zeit des Jahres? Oft wissen die Kinder ohne ihren gewohnten Alltag nicht, was sie mit sich anfangen sollen, und wir Eltern sind als ständige Unterhalter gefordert. Aber manchmal brauche auch ich meine Ruhe.

Dieses Unterfangen ist nicht immer einfach. Meine Kinder können sich an gewissen Tagen problemlos selbst beschäftigen, an anderen Tagen benötigen sie mehr Antstösse von meiner Seite. Meine Erfahrung ist, dass es besser klappt, wenn ich am Anfang mitmache, ein paar Minuten zusehe und immer wieder vorbeischaue, damit ich dann ungestört etwas Anderes erledigen kann. Hier einige Ideen, die ich bereits erfolgreich ausprobiert habe und die mir ruhige Minuten beschert haben:

  • Mit «vergessenen» Spielsachen spielen
    Wenn wir immer wieder Spielsachen wegräumen und später wieder hervorholen, dann gehen die Kinder wieder auf Entdeckungstour mit Altbekanntem und können sich von Neuem dafür begeistern.
  • Hörspiele hören
    Mit den Klassikern Kasperli und Globi liegt man sicher richtig, aber auch Kinderlieder kommen gut an. Übrigens: Wir holen unsere Hörspiele oft in der Bibliothek, so gibts kostengünstig immer wieder neue Geschichten.
  • Theäterle
    Mit den Plüschtieren oder dem Kasperlitheater eigene Geschichten erzählen oder ein Theater einstudieren und, wenn sie mögen, den Eltern oder anderen Bezugspersonen vorführen. 
  • Zeichnen
    Die Kinder sollen zu einem vorgegebenen Thema (z.B. Ferien, Zoo, Spielplatz) eine oder mehrere Zeichnungen machen. Auch Ausmalbilder oder Collagen beschäftigen sie eine Zeit lang. 
  • Puzzle
    Wieder mal ein Puzzle hervorholen: Es empfiehlt sich, mit einem leichten Puzzle anzufangen und sich dann langsam zu steigern. Ggf. in der Ludothek neue Puzzle ausleihen. 
  • Eine Stadt bauen
    Mit Lego, Bauklötzen, Playmobil oder mit allem kombiniert eine Stadt aufbauen mit Hochhäusern, Bahnhof, Spielplatz, Flughafen etc. Wenn man die Möglichkeit hat, diese stehen zu lassen, kann sie auch über mehrere Tage wachsen.
  • Unterschiede suchen
    Die berühmten Bilder, die auf den ersten Blick gleich aussehen, bei denen sich jedoch in der Kopie Fehler eingeschlichen haben, finden sich in verschiedenen Magazinen wie zum Beispiel auch dem Jamadu Magazin. Ich sammle diese jeweils und lasse die Kinder Unterschiede suchen, wenn ich ein paar Minuten Ruhe brauche. Alternativ findet man Fehlersuchbilder mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden auch im Internet.

Und zu guter Letzt: Lasst Langeweile zu, meistens entstehen dann tolle Ideen und Spiele; die Kinder brauchen kein ständiges Animationsprogramm.

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