Grillieren im Wald mit Kindern: So macht es allen Spass

Nirgends verbringen wir Sommernachmittage als Familie so entspannt, wie beim Bräteln im Wald: Wir Erwachsenen haben keine Küche, die aufgeräumt werden muss, und die Kinder sind begeistert von den vielen Spielmöglichkeiten im Wald. Sie und wir geniessen das Grillieren im Freien in vollen Zügen.

Die warme Jahreszeit ist da, und uns ziehts wieder zum Grillieren in den Wald: Wir packen am Wochenende gerne unsere Rucksäcke und laufen oder fahren los. Im Gegensatz zum Grillieren im Garten oder auf dem Balkon, wo überall Gefahr lauert (Achtung, heiss, nicht zu nah an die Gasflasche; nein, ihr könnt jetzt hier nicht Fussball spielen ...), und wir Eltern oft gestresst sind, können beim Feuermachen und Bräteln im Wald alle mithelfen und haben bereits bei der Vorbereitung Spass. Daheim machen wir gemeinsam das Picknick parat, evt. kneten wir noch einen Pizzateig fürs allseits beliebte Schlangenbrot (der Fertigteig von Coop ist auch wunderbar), schnippeln Gemüse und – wichtig – packen anschliessend alle unsere Rucksäcke. Unsere Kinder sind wahnsinnig stolz, wenn sie ihren Proviant selber tragen dürfen, und laufen ohne Widerwillen.

Am Grillplatz angekommen, heissts erst einmal Holz sammeln. Es gibt mittlerweile viele Orte, an denen bereits Feuerholz zur Verfügung steht. Aber auch da macht es Spass, die grossen und kleinen «Bängel» zur Feuerstelle zu tragen. Natürlich sind Zeitung und Zündhölzer im Rucksack dabei und so gehts nicht lange, bis die ersten Funken glühen. Da können auch kleinere Kinder bereits gut mithelfen und sogar, unter Aufsicht, das Feuer anzünden.

Während das Feuer so vor sich hinlodert und langsam eine gute Glut entsteht, geht jeder auf die Suche nach einem geeigneten Stecken für Cervelat/Klöpfer und Schlangenbrot. Geschnitzt werden die Spiesse dann von unserem sechsjährigen Sohn mit seinem kindgerechten Sackmesser, das zwar «scharf» ist, jedoch vorne keine Spitze hat. Zwischendurch wedelt er dem Feuer mit einer Zeitung Luft zu. Wir sind zwar dabei, vieles davon macht er aber schon sehr selbständig.

Sobald die Glut bereit ist, werden die Cervelats schmuckvoll von den Kindern eingeschnitten, dabei entstehen lustige Figuren und Formen. Dann gehts ans Bräteln. Hier wird der Hunger meist zu gross und die Geduld der Kinder auf die Probe gestellt. So halten wir Eltern «Wurstwache» und die Kinder machen sich bereits über eine Packung Chips oder rohes Gemüse – Gurke, Rüebli, Peperoni & Co. – her. Oft wird der Klöpfer lauwarm angeknabbert.

Bereits vor und vor allem nach dem Essen wird der Wald von unseren Kindern in Beschlag genommen: Auf Baumstämme klettern oder Versteckis, und wenns einen Bach in der Nähe hat, werden fleissig Staudämme gebaut.

Die abkühlende Glut des Feuers eignet sich perfekt fürs Dessert: Eine Banane samt Schale längs einschneiden, einige Stücke Schokolade in den Spalt stecken, in Alufolie packen, für ein paar Minuten in die Glut legen und fertig ist die Schoggibanane – mmmmmh. Es geht auch mit Äpfel- oder Birnenschnitzen.

So endet ein wunderbares Grillieren im Wald – alle sind müde, aber glücklich, und freuen sich aufs nächste Mal. Nicht vergessen! Trotz Zeckenschutz bringen wir immer wieder blinde Passagiere nach Hause, also Zeckenkontrolle machen, damit der Spass im Wald kein böses Nachspiel hat!

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