Babys erste kulinarische Schritte: der Babybrei

Die Breizeit ist bei meinen Kindern schon ein Weilchen her. Und heute würde ich wahnsinnig gern versuchen, die Babybreie, um die Kinder möglichst bald an mir zusagende Geschmäcker zu gewöhnen, mit etwas Trüffelöl zu verfeinern.

Oder ich würde etwas Belper Knolle darüber raspeln. Etwas Za’atar darüber rieseln, um sie für die orientalische Küche zu sensibilisieren. Aber die Breizeit ist leider nicht geeignet, um sich kulinarisch auszutoben. Auch wenn es einen beim Zubereiten eines Breies in den Fingern juckt, weil aus Feinschmeckersicht Babybreie wenig aufregend sind. Aber ein Babybrei muss gewürzlos und langweilig sein. Das war schon immer so und das wird sich auch dann nicht ändern, wenn neue Food Trends die Runde machen. Das Kind muss sich langsam an jede neue Zutat gewöhnen.

Viele beginnen mit einfachem Karottenbrei. Er schmeckt süsslich, was den Kleinen schon aus ihrer Muttermilch- oder Schoppenzeit vertraut ist. Später kommen Kartoffeln hinzu. Kartoffel-Karotten-Brei ist ein Klassiker. Gerne wird etwas Rapsöl hinzugefügt. Fett hilft dem Baby bei der Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen. Auch Lein-, Sonnenblumen- oder Olivenöl kann man verwenden. Ich persönlich würde dabei immer Öl aus biologischem Anbau verwenden.

Wenn das Kind sich an die erste Breikost gewöhnt hat, kann man anfangen zu variieren und zu experimentieren. Mit Broccoli, Fenchel (gut für den Magen), Kürbis, Süsskartoffeln, Pastinaken, Erbsen, Zucchetti, Blumenkohl, Spinat. Beobachtet, was das Kind mag und verträgt.

Zum Zvieri kann man sich durch die gesamte Früchtepalette pürieren. Apfelmus, Birnenmus, Bananenmus – das sind gute Einsteiger. Je nach Saison kommen Beeren, Pfirsiche oder Aprikosen dazu.

Abends kam bei uns dann nach etwa ein, zwei Monaten ein Milch-Getreide-Brei zum Zug. Diesen kann man prima selbst machen. Mit Mutter-, Pflanzen- oder Kuhmilch. Dazu etwas Getreide, zum Beispiel Hirse, und eine Frucht. Rezepte gibt es im Netz zuhauf.

Wenn sich Gemüse, Früchte und Milch etabliert haben, könnt ihr in einem weiteren Schritt auch Fleisch oder Fisch einführen. Auch hier würde ich unbedingt auf Bioproduktion achten und beim Fisch sichergehen, dass dieser absolut grätefrei ist. 

Tipps:

  • Mit Brei wird in der Regel um den sechsten Monat rum gestartet.
  • Wichtig ist, dass sich das Baby auf jede neue Zutat einstellen und sich daran gewöhnen kann. Also nicht zu oft hin und her wechseln, sondern die neue Breikombi einige Tage beibehalten.
  • Frischen Gemüsebrei auf Vorrat zubereiten und in kleinen Portionen einfrieren.
  • Für unterwegs etwas Brei in Tupperwares abfüllen. Eher kühl halten, aber zimmerwarm servieren. Oder Gläschen kaufen. Das geht am Schnellsten.

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