Fett in Massen ist gesund

Fett in der Nahrung versorgt den Körper nicht nur mit Energie, sondern ist lebenswichtig. Trotzdem sollten Kinder es nur in Massen zu sich nehmen. Ebenfalls ist es ratsam, auf die Fettqualität zu achten.

Fett ist nicht gleich Fett

Besonders bei der Ernährung von Kindern solllte man auf die versteckten Fette achten.

Fett liefert dem Körper essentielle Fettsäuren, die er für die Zellen und verschiedene Stoffwechselvorgänge braucht. Ausserdem ist Fett notwendig, um die fettlöslichen Vitamine A, E, D und K aus der Nahrung aufnehmen zu können.

Ein zu hoher Fettverzehr kann aber zu Übergewicht und anderen Erkrankungen führen. Kinder sollten möglichst nicht mehr als ein Viertel der täglichen Kalorienzufuhr in Form von Fetten zu sich nehmen.

Die Art der Fette, die gegessen werden, spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit. Pflanzliche Fette etwa der Nüsse sowie Öle enthalten wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Sie sind gesünder als gesättigte Fettsäuren, die in Fleisch, Wurst, Milchprodukten und Fertiggerichten enthalten sind.

Versteckte Fette aufspüren

Wollen Sie bewusst den Fettgehalt von Nahrungsmitteln beim Einkaufen und Kochen gering halten, bedeutet dies nicht allein, die sichtbaren Öle und Fette wie Butter, Margarine, Salatöle und Bratfette zu reduzieren. Es gibt auch versteckte Fette. Sie finden sich vor allem in Wurst, Gebäck, Knabberwaren und Fertigprodukten.

Mit wenigen Ausnahmen ist für Hersteller von Nahrungsmitteln die Angabe von Kalorien- oder Fettgehalt auf dem Etikett freiwillig. Am einfachsten lassen sich Fette in Milchprodukten erkennen – hier ist der Fettgehalt häufig auf der Packung angegeben. Bei Käse muss die Angabe des Fettgehalts in der Trockenmasse (Fett i. Tr.) laut Gesetz auf der Packung stehen.

Der Blick auf die Zutatenliste verrät aber zumindest, ob bei einem Produkt fetthaltige Zutaten wie Pflanzenöl, Pflanzenfett, Rahm, Butter, Butterreinfett oder ähnliches als Hauptbestandteil verwendet wurden. Bei Coop Produkten finden Sie den Fettgehalt im Foodprofil direkt auf der Frontseite des Produktes.

Butter oder Margarine?

Die Frage, ob Butter oder Margarine das gesündere Streichfett ist, wird häufig diskutiert. Tatsächlich unterscheiden sich die beiden Streichfette im Fettgehalt nicht. Er beträgt bei beiden rund 80 Prozent – mit Ausnahme von Halbfettmargarine. Sowohl Butter als auch Margarine sollten Sie daher nur dünn streichen.

Die beiden Fette unterscheiden sich allerdings in ihrer Fettsäurezusammensetzung. Da Butter sowohl reichlich gesättigte Fettsäuren als auch Cholesterin enthält, wurde sie lange Zeit als ungesund betrachtet. In vernünftigem Mass ist allerdings nichts gegen Butter einzuwenden. Zudem ist nicht jede Margarine automatisch gesünder. Da sie industriell hergestellt wird, kann sie – je nach Ausgangsfett und Herstellungsverfahren – gesättigte oder auch gehärtete Fette mit Transfettsäuren enthalten. Letztere gelten sogar als noch schädlicher als tierisches Fett.

Achten Sie beim Einkauf darauf, reine Pflanzenmargarine ohne gehärtete Fette zu kaufen. Coop verzichtet bei allen Coop-Produkten auf gehärtete oder teilgehärtete Fette. Somit sind Sie mit diesen Produkten auf der sicheren Seite.

Fettgehalt verschiedener Käsesorten  

Käsesorte

Fettgehalt in Gramm
(pro 100 Gramm Käse)

Kalorienmenge in kcal
(pro 100 Gramm Käse)

Hüttenkäse

4,3 g

103 kcal

Mozzarella

16,1 g

227 kcal

Schmelzkäse

23,6 g

272 kcal

Frischkäse (Rahm)

23,6 g

284 kcal

Raclettekäse

27 g

345 kcal

Brie (Rahm)

27,9 g

345 kcal

Tilsiter

27,7 g

355 kcal

Fettgehalt von Fleisch- und Wurstsorten
  

 

Fettgehalt verschiedener Fleischsorten

Fettgehalt verschiedener Wurstsorten

Weniger als 10 % Fett

Rinds- und Schweinsfilet, unpaniertes Schnitzel, Schweinskotelett, Poulet mit Haut, Trutenbrust, Hähnchenbrust

Bündnerfleisch, Roastbeef, Schinken

10 bis 20 % Fett

Rinderhackfleisch

Jagdwurst

20 bis 30 % Fett

Schweinehackfleisch,
Suppenhuhn

Wienerli, Fleischwurst,
Leberwurst, Le Parfait

Mehr als 30 % Fett

Frühstücksspeck

Salami, Cervelat, Landjäger, Fleischkäse, St. Galler Bratwurst