Kinder und ihre Hobbys

Nadjas älteste Tochter hat mit Geräteturnen das für sie passende Hobby gefunden. Auf dem Weg dorthin hat sie jedoch vieles ausprobiert. In ihrem Artikel gibt Bloggerin Nadja Tipps, wie auch Ihr Kind das richtige Hobby findet.

Hat das eigene Kind keine Hobbys, geht es nicht zwei-, dreimal die Woche in einen Kurs, treibt nicht Sport oder spielt kein Instrument, dann steht man etwas alleine da im Freizeitaktivitätenkosmos.

Zuweilen fühlt man sich auch etwas unter Druck, zweifelt, ob man sein Kind genug fördert. Doch natürlich hält man selbst nichts von völlig verplanten Terminplänen der Kinder sowie von Frühchinesisch und Power-Origami-Workshops für Fünfjährige. Und das Kind soll auch nicht schon dreimal die Woche in den Schauspielunterricht, damit man irgendwann einen Oscar in die noch leere Vitrine stellen kann. Und in eine Burnout-Klinik will man es auch nicht irgendwann einweisen. Aber so eine kleine Nebenbeschäftigung wäre doch nett. Aber was könnte das sein?

Unsere älteste Tochter hat mittlerweile ihre Berufung gefunden: Geräteturnen. Mit viel Leidenschaft. Und ohne unser Zutun. In ihren ersten Lebensjahren schaute sie sich erst mal Ballett näher an, Fussball, Theater, Tennis, Kung-Fu, sie versuchte sich am Klavier und sang im Chor. Nichts davon hat sie wirklich umgehauen. Manche Kinder wissen es sofort, andere brauchen dafür etwas länger.

Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu finden, auf die sich das Kind irgendwann festlegt, ist durchaus sinnvoll. Spielt das Kind ein Instrument oder treibt es Sport, lernt es Disziplin und Ausdauer. Beim Sport kommen auch noch Rücksichtnahme, Teamgeist oder Verlieren Lernen dazu. Auch sind bei vielen Hobbys andere Fähigkeiten gefragt als in der Schule. Das ist gut für den Ausgleich, und das Kind kann so auf anderen Gebieten Erfolge feiern. Und wenn die Kinder grösser werden, ist man als Eltern froh, wenn sie mit Begeisterung einem Hobby nachgehen und nicht nur in Einkaufszentren oder Hinterhöfen rumhängen.

Bei der Suche nach dem passenden Hobby können folgende Punkte helfen:

  • Schauen Sie mit dem Kind unverbindlich verschiedene Angebote an, fragen Sie es, was es gerne tun möchte.
  • Viele Vereine bieten Schnupperlektionen an, so dass das Kind verschiedene Aktivitäten ausprobieren kann. Lassen Sie dem Kind Zeit.
  • Das Kind muss sich nicht gleich auf etwas festlegen. Und Hobbywünsche können sich auch ändern. Sehen Sie das entspannt.
  • Pfadi & Co. bieten den Kindern die Möglichkeit, viel in der Natur zu unternehmen, Abenteuer zu erleben, neue Freunde zu finden und sich spannende Fähigkeiten anzueignen – ganz ohne Druck.
  • Hobbys werden nicht nur in Vereinen und Kursen ausgelebt. Auch Lesen, Basteln, Malen, Velofahren etc. sind Hobbys.
  • Das Kind sollte zeitlich nicht völlig zugebucht werden, es braucht auch unverplante Zeit, die es selbst gestalten kann. Zwei freie Nachmittage während der Schulwoche sind wünschenswert.
  • Ein Hobby soll in erster Linie Spass machen. Natürlich kann es das Kind fördern, sollte es aber nicht überfordern.

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