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Fasnacht mit Kindern

Die Fasnacht ist für viele die fünfte Jahreszeit. Die Traditionen unterscheiden sich von Ort zu Ort – aber farbenfroh, fantasievoll und laut ist es überall. Hier teile ich mit euch die Lieblingskostüme meiner Familie und verrate, welche Städte mit ihren Umzügen einen Besuch wert sind.

In meiner Region Basel kommt meine Familie gleich zweimal in den Genuss einer Fasnacht: Zuerst lädt die Herrenfasnacht ein (Schmutziger Donnerstag bis Dienstag vor dem Aeschermittwoch). Und dann steht mit der Bauernfasnacht (alte Fasnacht) in Basel die grösste Fasnacht der Schweiz an. Bei Letzterer sind u.a. die «drey scheenschte Dääg» ein Highlight.

Basel gilt neben der Innerschweiz als Fasnachtshochburg der Schweiz. Dementsprechend steht die Fasnacht auch im Kindergarten und in der Primarschule hoch im Kurs. In unserer Gemeinde ist jeweils der grosse Umzug der Schulklassen am Schmutzigen Donnerstag ein Höhepunkt. Bereits kurz nach den Weihnachtsferien beginnen die Vorbereitungen dafür: Familien sammeln Ideen für ein Thema, fertigen bunte Kinderkostüme für die Verkleidung der Kleinen an, basteln Masken (Larven) oder schminken kurz vor dem Umzug (Cortège) die Gesichter der Kinder.

Ideen für Kinderkostüme

Hier einige Beispiele, wie sich unsere zwei Kinder bisher verkleidet haben – jeweils mit einer kurzen Beschreibung zum Material:

  • Raben: bunte farbige Vögel. Das Kostüm wird aus lauter Stoffresten zusammengenäht. Den Schnabel aus Karton auf dem Kopf befestigen.
  • Räuber: Kostüm aus Jutesäcken. Die Kopf- und Gesichtsbedeckung aus alten T-Shirts ausschneiden.
  • Schmetterling: Das Kinderkostüm besteht aus zwei grossen Flügeln aus Karton, die bunt bemalt und mit Gummizug wie ein Rucksack getragen werden. Aus Draht zwei Fühler formen, zwei Tischtennisbälle daran befestigen und das Ganze an einem Haarreif anbringen.
  • Gespenst: Löcher für die Augen in ein altes weisses Betttuch schneiden und über den Kopf werfen.
  • Königin bzw. König: Krone vom Dreikönigskuchen verwenden. Mit einem Umhang die Verkleidung vervollständigen: Dafür ein grosses weisses T-Shirt mit Glitzer besprühen oder mit edlen Stoffresten verzieren.

Falls ihr die Kinderkostüme nicht selbst fertigen oder teuer einkaufen wollt, sind Kleiderbörsen eine gute Gelegenheit, euch für die Fasnacht einzudecken. Für Schminktipps kann ich die Bau+Hobby–Webseite empfehlen.

Unterwegs mit Konfetti und Guggenmusik

An der Basler Fasnacht sind wir am Dienstag in der Stadt unterwegs. Begleitet von Guggenmusiken und Cliquen bevölkern unzählige verkleidete und mit Konfetti (Räppli) bewaffnete «Binggis», wie die Kleinen in Basel genannt werden, die Strassen und Gassen. Vielfach tragen die Kinder eine traditionelle Basler Fasnachts-Figur (Waggis, alte Tante, Pierrot usw.). Der absolute Favorit unserer Kinder ist der Waggis: Das Kostüm besteht meistens aus einer blauen Bluse, Zipfelmütze, einer weissen Hose, einem weissen Kragen, einem roten Halstuch und rot-weissen Socken. Die imposante Maske (Larve) trägt man in der klassischen Version mit einem blonden Schopf aus gelbem Bast und einer grossen Nase. Unsere Erfahrung ist, dass die Kleinen eine Maske als störend empfinden, die Kleider des Kostüms reichen vollends aus.

Die Bräuche an den Schweizer Fasnachten sind sehr vielfältig. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alle laut sind. Guggenmusiken, ob geschminkt, mit Larven oder Grind (Luzern), spielen ohrenbetäubende rhythmische Melodien. Deshalb ist für die Kleinen ein kindergerechter Ohrenschutz sinnvoll. Am besten besorgt ihr einen solchen weit vor der Fasnacht, da sie sonst vergriffen sein können.

Wichtiger Bestandteil an jeder Fasnacht sind zudem die Konfettis (Räppli) – und das nicht nur bei den Kindern. Wer in der Region Basel keine Fasnachts-Plakette trägt, dem werden so viele Räppli in den Kragen gestopft, dass er sie nie mehr alle los wird und auch im Sommer noch viele davon zu Hause entdeckt.

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