Hello Family Bloggerin Nadja

Alle Jahre wieder – Ein paar Gedanken zur Geschenkeschlacht

Weihnachten. Advent. Die Zeit der vielen Geschenke. Im Adventskalender. Unter dem Weihnachtsbaum. Die Wunschlisten werden fleissig ans Christkind verschickt. Und wir leiten den Verwandten heimlich alle Wünsche weiter. Müssen denn alle Wünsche auf der Liste erfüllt werden?

Es gibt Kinder, die wissen ganz genau, was sie sich wünschen, bis auf die Artikelnummer genau. Meine wiederum haben jedes Jahr keinen Plan. Sie zucken mit den Schultern. Lassen sich gerne überraschen, sagen sie. Aber Papier bräuchten sie noch, zum Zeichnen. Oder ein neues Malbuch. Vielleicht noch diesen einen Schal. Oder ein neues Tagebuch.

Es ist natürlich einfacher, wenn sie ganz genau benennen, was sie sich wünschen. Aber es ist auch schön, durch die Läden zu streifen und einfach mal zu schauen, worüber sie sich freuen könnten.

Ich bin auch immer etwas hin und her gerissen. Natürlich würde ich meinen Kindern gern alles kaufen, ihnen jeden Wunsch erfüllen, sie mit Geschenken überhäufen, einfach weil dieser Moment, wo sie das Geschenk auspacken, so zauberhaft ist. Aber dann muss ich auch darüber nachdenken, was ich ihnen über Konsum und Geld beibringen möchte. Auch ist es generell häufig so, dass Geschenke als Wiedergutmachung für zu wenig gemeinsame Zeit fungieren.

Nun, Weihnachten ist das Fest der Liebe, Geborgenheit und Familie. Und ja, für mich gehören Geschenke definitiv dazu. Ich schenke gerne. Kleine, persönliche Dinge. Keine grossen Verlegenheitsgeschenke, so nach dem Motto je teurer, desto besser. Und es ist nicht einfach, auf Punkt Weihnachten das Richtige zu finden, gerade weil man für eine Handvoll Menschen Geschenke besorgen möchte und die Zeit drängt.

Aber dann denke ich daran, dass ich mich nur an wenige meiner als Kind erhaltenen Geschenke erinnere. Ich erinnere mich vor allem an die Rituale. Dass ich Gitarre spielen musste. Und mein Bruder Handorgel. Dass wir unter dem Christbaum Weihnachtslieder sangen. Und dass ich sehr ungern Weihnachtslieder auf meiner Gitarre spielte und den Klang der Handorgel nur schwer ertrug. Aber dass dennoch eine Magie in der Luft lag. Und der Baum leuchtete. Und das Essen immer etwas Besonderes war. Und dass meine Augen strahlten. Und die der Anderen. Das sind die Details, die blieben. Egal, welches Geschenk ich kriegte. Auch wenn es Socken waren. Oder Kerzen. Und die kriegte ich tatsächlich. Das war unser Running Gag.

Aber genau darum geht es letztlich. Um die Rituale, um die Magie, um das Funkeln. Das Geschenk spielt langfristig eine untergeordnete Rolle. Das Wissen darum nimmt etwas Druck und schärft den Fokus für das ganze magische Drumherum, das genauso wichtig ist wie die Wunschliste.

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